San Francisco in der NFL:Die 49ers können mit den Großmeistern des Sports mithalten

Das ist nicht besonders spektakulär, aber es ist effizient. Um auch mit langen Pässen ein wenig variabler zu sein, haben sie kürzlich zudem Emmanuel Sanders von den Denver Broncos geholt. Die Offensive ist also wie ein Springer, den der Gegner einfach nicht vom Schachbrett bekommt und der deshalb bedrohlich wirkt.

Die Partie gegen die Seahawks sollte zeigen, ob die 49ers auch mit den Großmeistern des Sports mithalten können. Das tun sie, das 24:27 war eine der spannendsten und qualitativ besten Partien dieser Spielzeit. Gewiss, Garoppolo agierte in der Verlängerung nervös, er musste aber auch ohne Lieblingspassempfänger Kittle (Knieverletzung) und vom zweiten Viertel an ohne Sanders (Rippenblessur) auskommen.

Die 49ers haben also verloren, aber gegen einen Titelanwärter wie Seattle (7:2) gezeigt, dass sie zu Recht dort stehen, wo sie stehen: 8:1 Siege, so erfolgreich sind sonst nur die Patriots. Es ist nur wichtig, bis zum Ende der Hauptrunde vor den Seahawks zu bleiben, die in derselben Division beheimatet sind - eine schlechtere Bilanz als Seattle würde kein Freilos, sondern ein Auswärtsspiel in der ersten Playoff-Runde bedeuten. Das Rückspiel und wohl entscheidende Duell gegen die Seahawks um die Setzliste findet am letzten Spieltag (29. Dezember) in Seattle statt.

Die Verteidiger der 49ers haben seit Saisonbeginn ein Ritual: Am Abend vor einem Heimspiel treffen sie sich in einem Restaurant, in dem riesige und sauteure Steaks serviert werden. Am Ende wirft jeder eine Kreditkarte in einen Topf, die Bedienung zieht eine nach der anderen heraus - der Letzte bezahlt die Rechnung, die schon mal im vierstelligen Bereich liegen kann. Sie wollten dieses Ritual bis zum ersten schlechten Spiel dieser Saison beibehalten. In der Umkleidekabine war nach der Niederlage gegen die Seahawks zu hören, dass sie sich am kommenden Samstag vor der Partie gegen Arizona unbedingt wieder treffen wollen.

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