Neuer Millionen-Vertrag Bayern München verlängert mit Hauptsponsor

Der FC Bayern München wird weiterhin mit der Telekom als Hauptsponsor zusammenarbeiten. Dortmund soll ein Angebot über 30 Millionen Euro für Robert Lewandowski abgelehnt haben, Werder Bremen lässt Joseph Akpala einen Medizincheck absolvieren und ein Gericht bestätigt die Sperre gegen Juve-Trainer Conte wegen Spielmanipulation.

Sportnachrichten in Kürze

Arbeiten auch weiterhin zusammen: Bayern München und die Telekom. 

(Foto: AP)

Bayern München, Hauptsponsor: Der FC Bayern München hat wenige Tage vor dem Start der 50. Bundesliga-Saison den Vertrag mit seinem langjährigen Hauptsponsor Deutsche Telekom AG vorzeitig verlängert. Die Ende der kommenden Spielzeit auslaufende Partnerschaft ist vorzeitig bis Mitte 2017 verlängert worden, teilten beide Seiten am Mittwoch mit. "In den vergangenen zehn Jahren haben wir ein sehr partnerschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis zur Telekom aufgebaut. Beide Seiten profitieren sehr stark von dieser Zusammenarbeit. Daher freuen wir uns sehr, dass diese langjährige Partnerschaft nun vorab um weitere vier Jahre bis 30. Juni 2017 verlängert wurde", sagte Bayern Münchens Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Über die finanziellen Rahmenbedingungen wurden von den Partnern keine Angaben gemacht. Nach den bislang kolportierten 25 Millionen Euro sollen die Bayern in Zukunft nun schätzungsweise 30 Millionen Euro pro Jahr bekommen. Damit bliebe der Rekordmeister die klare Nummer eins in der Bundesliga beim Trikot-Sponsoring.

Italien, Wettskandal: Trainer Antonio Conte von Meister Juventus Turin und der bisherige Zweitligist US Lecce sind am Mittwoch im Manipulationsskandal des italienischen Fußballs die großen Verlierer der Berufungsverhandlungen gewesen. Conte bleibt wegen unterbliebener Weitergabe von Kenntnissen über Manipulationen für zehn Monate gesperrt, und Lecce wurde wegen seiner Rolle in der Affäre vom Sportgericht des nationalen Verbandes FIGC zum Zwangsabstieg in die dritte Liga verurteilt. Strahlend verließen hingegen Nationalspieler Leonardo Bonucci und sein Juve-Kollege Simone Pepe nach neuerlichen Freisprüchen den Gerichtssaal. Auch Marco Di Vaio (ehemals FC Bologna) kann weiter als Profi spielen. Bestätigt dagegen wurde die dreijährige Sperre gegen Emanuele Pesoli von Zweitligist Hellas Verona ungeachtet seines aufsehenerregenden Hungerstreiks vor der Verbandszentrale in der Vorwoche. Im "Fall Conte" sah auch das Sportgericht als erwiesen an, dass der Coach 2011 als damaliger Trainer des AC Siena Kenntnisse über Spielmanipulationen hatte und seine Informationen nicht gemeldet hat.

Italien, Transfers: Die beiden italienischen Fußballklubs Inter Mailand und AC Mailand haben einen lange erwarteten Stürmertausch bestätigt. Wie Inter auf seiner Webseite bekannt gab, erschien der vom AC Mailand gekommene Antonio Cassano am Mittwoch erstmals beim Inter-Training. Trainer Andrea Stramaccioni und Kapitän Javier Zanetti hätten Cassano bei den "Nerazzurri" willkommen geheißen. Der italienische Nationalstürmer erhielt bei Inter einen Dreijahresvertrag. Den umgekehrten Weg nahm Giampaolo Pazzini. Der 28-Jährige wechselte von Inter zum AC Mailand und erhielt dort ebenfalls einen Dreijahresvertrag. Milan zahlte für den Angreifer Medienberichten zufolge sieben Millionen Euro Ablöse. Pazzini soll beim AC die Nachfolge des zu Paris St. Germain abgewanderten Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic antreten.

Borussia Dortmund, Angebot für Lewandowski: Manchester United soll Borussia Dortmund im Sommer 30 Millionen Euro Ablöse für Robert Lewandowski angeboten haben - doch die Dortmunder lehnten ab. "Es gab Anfragen von mehreren Clubs. Unsere Haltung hat sich seit März aber nicht verändert: Robert spielt weiterhin beim BVB", sagte Borussia-Sportdirektor Michael Zorc der "Sport Bild". In der Sommerpause hatte der Klub aus der Premier League bereits Shinji Kagawa aus Dortmund geholt, für rund 15 Millionen Euro.

Werder Bremen, Transfer: Fußball-Bundesligist Werder Bremen steht vor der Verpflichtung des nigerianischen Angreifers Joseph Akpala vom FC Brügge. Wie der belgische Meisterschaftszweite auf seiner Internetseite berichtet, haben beide Klubs Einigkeit erzielt. Akpala wurde demnach bereits am Mittwoch zum Medizincheck in der Hansestadt erwartet. Im Kader für Brügges Europa-League-Qualifikationsspiel am Donnerstag in Debrecen (Ungarn) fehlt der Angreifer bereits.

Der 25 Jahre alte Mittelstürmer, der bislang siebenmal für die Nationalmannschaft Nigerias aufgelaufen ist, erzielte in der vergangenen Saison in 48 Pflichtspielen 22 Treffer für den FC Brügge. Nach der DFB-Pokal-Blamage bei Drittligist Preußen Münster (2:4 n.V.) drohte der fast sichere Transfer aufgrund fehlender Einnahmen zu platzen. Im Gespräch ist eine Ablöse von mehr als 1,2 Millionen Euro.

Badminton, Sperre: Die Sperre der vier Badmintonspielerinnen aus Südkorea, die während der Olympischen Spiele in London vom Turnier ausgeschlossen worden waren, ist nach einem erfolgreichen Einspruch von zwei Jahren auf sechs Monate reduziert worden. Das teilte der südkoreanische Verband mit. Während dieser Periode dürfen Jung Kyung-Eun, Kim Ha-Na, Ha Jung-Eun und Kim Min-Jung weder an nationalen noch an internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Die Spielerinnen hatten bei Olympia versucht, Gruppenspiele absichtlich zu verlieren, Neben den beiden südkoreanischen Doppeln waren in London auch Spielerinnen aus China und Indonesien disqualifiziert worden. Alle vier Paarungen hatten in den abschließenden Gruppenspielen versucht, ihre Spiele absichtlich zu verlieren, um leichtere Gegner zu erhalten. Da die Doppel gegeneinander spielten, kam es in der Wembley Arena zu abstrusen Szenen. Die chinesische Weltmeisterin Yu Yang trat nach dem Eklat zurück.

1. FC Köln: Fußballlehrer Holger Stanislawski zeigt sich angesichts der Erwartungshaltung der Fans seines neuen Arbeitgebers 1. FC Köln erstaunt. "Diese Wucht hat mich schon überrascht. Wenn du zweimal gewinnst, wirst du auf Händen durch die Stadt getragen. Und wenn du zweimal verlierst, hast du das Gefühl, der Dom ist eingestürzt", sagte der Trainer des Bundesliga-Absteigers der Sport Bild. Jeder in der Stadt sei mit dem FC infiziert, meinte Stanislawski. "Hier springt einer aus dem Gebüsch, um dich zu fotografieren. Der Nächste verfolgt dich mit dem Motorrad", ergänzte er.

Trotz nur eines Zählers aus den bisherigen beiden Zweitligaspielen vertraut der Coach seiner neuen Mannschaft. "Solange sie alles geben, mache ich alles für meine Spieler." Eine "Brandrede" brauche der Verein "im Moment noch nicht. Wir wissen, was diese Art von Umbruch bedeutet", meinte Stanislawski zu dem neuformierten und stark verjüngten FC-Kader. Der Verein habe Kosten gesenkt, Spieler aussortiert "und einen drastischen Schnitt gemacht wie kein anderer Profiklub in Deutschland".

Polizei im Stadion: Kurz vor der neuen Saison der Fußball-Bundesliga warnt die Deutsche Polizeigewerkschaft vor einem gravierenden Sicherheitsrisiko. "Wir sind bei der Sicherung der Fußballstadien an der absoluten Kapazitätsgrenze angelangt. Wenn wir noch mehr Polizisten für den Fußball abziehen müssen, kann das dramatische Folgen für die Sicherheitslage im Land haben", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt der Nachrichtenagentur dapd. Allein bei neun Spielen pro Wochenende in der Ersten Bundesliga würden mindestens 2.000 Beamte bundesweit eingesetzt. "Es darf in keiner Ecke Deutschlands während dieser Zeit andere außergewöhnliche Sicherheitsstörungen geben, da wir keine weiteren Reserven haben", sagte Wendt.

Bayer Leverkusen, Transfer: Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen steht nach einem Bericht der Tageszeitung La Tercera vor der Verpflichtung des erst 18 Jahren Verteidiger-Talentes Igor Lichnovsky vom chilenischen Spitzenverein Universidad de Chile. Bayer-Sportdirektor Rudi Völler sei das Talent bei der Beobachtung von Lichnovskys Landsmann und Bayer-Neuzugang Junior Fernandes aufgefallen, berichtet das Blatt. "Man hat mir erzählt, dass Rudi Völler sich einige Spiele angesehen hat. Mehr weiß ich nicht", zitiert Tercera den Nachwuchsspieler, an dem zuletzt auch Champions-League-Finalist FC Chelsea und Inter Mailand Interesse signalisiert hatten. Erst in der vergangenen Woche hatte Universidad de Chile den Transfer von Offensivtalent Angelo Henriquez zu Manchester United bekannt gegeben.

Basketball, Bundesliga: BBC Bayreuth muss zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison voraussichtlich auf Aufbauspieler Kevin Hamilton verzichten. Eine im vergangenen Jahr nach einem Ermüdungsbruch im Fuß eingesetzte Platte habe operativ entfernt werden müssen, teilten die Oberfranken am Mittwoch mit. Hamilton müsse nun acht bis zehn Wochen pausieren. "Der Verlust von Kevin ist für die Entwicklung der Mannschaft keine Kleinigkeit. Kevin ist als Spielmacher enorm wichtig", betonte Bayreuths Trainer Marco van den Berg. "Ich hoffe natürlich, dass er nur wenige oder idealerweise kein Ligaspiel aussetzen muss."

Champions League, Qualifikation: Neben Gladbach-Bezwinger Dynamo Kiew haben sich auch der schottische Traditionsclub Celtic Glasgow und der rumänische Vertreter CFR Cluj hervorragende Ausgangspositionen für den Einzug in die Gruppenphase der Champions League gesichert. Celtic gewann am Dienstagabend sein Auswärtsspiel bei Helsingborg IF mit 2:0 (1:0) und kann im Rückspiel am kommenden Mittwoch vor eigenem Publikum den Start in der Königsklasse perfekt machen. Cluj setzte sich beim FC Basel mit 2:1 (0:1) durch.

Spartak Moskau siegte gegen Fenerbahce Istanbul mit 2:1 (0:0), der FC Kopenhagen kam zu einem knappen 1:0 (1:0) gegen OSC Lille. Die zehn Sieger aus den Playoff-Partien komplettieren das 32 Mannschaften starke Teilnehmerfeld für die Gruppenphase der Königsklasse. Die Auslosung ist am 30. August in Monte Carlo. Die Verlierer spielen in der kommenden Saison in der Europa League.

Müller und Neuer sind die Wertvollsten

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