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Embolo und Mönchengladbach:Im Namen der ganzen Liga

Spieler von Borussia Mönchengladbach feiern ein Tor gegen den SC Freiburg

Gladbachs Florian Neuhaus, Gladbachs Breel Embolo und Gladbachs Nico Elvedi jubeln nach dem Tor zum 4:2.

(Foto: dpa)
  • Die Borussia siegt und siegt, nun kommt der FC Bayern zum Topspiel.
  • Auch Breel Embolo, der seit dem Wechsel nach Mönchengladbach aufblüht, ist am guten Lauf maßgeblich beteiligt.
  • Seine schwere Zeit auf Schalke hat er scheinbar überwunden.

Breel Embolo hat nicht um Aufnahme ins Zeugenschutzprogramm gebeten, bevor er am Sonntagabend verriet, dass in der Bundesliga eine Verschwörung gegen den FC Bayern im Gange sei. Das Wort Verschwörung hat er genau genommen auch nicht benutzt, und wenn man noch berücksichtigt, dass er bei seiner Enthüllung ziemlich grinsen musste, dann relativiert sich dieser vermeintliche Skandal auch schon wieder.

Der Stürmer von Spitzenreiter Mönchengladbach hat mit Blick auf die aktuelle Tabelle und das Heimspiel der Borussia am nächsten Samstag gegen die Münchner gesagt: "Wir sind nicht die einzigen, die zurzeit die Bayern ärgern, da sind auch Klubs wie Schalke, Leipzig oder Leverkusen. Es ist eine spannende Saison für alle, das ist eine gemeinsame Aufgabe der ganzen Bundesliga, und es läuft gerade wirklich super."

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Embolo und seine Gladbacher verhindern seit nun schon acht Wochen, dass der chronische Tabellenführer FC Bayern vorne steht. Das gelingt den Borussen, indem sie die Tabellenspitze höchstpersönlich bewachen. Als sie zuletzt bei Union Berlin unterlagen, drohte die Rebellion gegen den Serienmeister zu bröckeln, doch mit dem 4:2-Sieg am Sonntag gegen den SC Freiburg haben die Gladbacher ihre Führungsposition gestärkt. Embolo hat dazu zwei Tore und eine Torvorlage beigesteuert. Das war in seinem 59. Bundesligaspiel die bislang beste Einzelspielausbeute.

Die Borussia ist Verteidigerin der Tabellenspitze - im Namen der Liga

Die Motivation des 22 Jahre alten Schweizers rührt offenbar nicht nur aus persönlichen oder mannschaftlichen Motiven, sondern auch aus dem Interesse am großen Ganzen, die Liga spannend zu machen - so denken Schweizer seit dem Rütlischwur. "Die Bundesliga", sagt Embolo, "ist im Moment sehr, sehr unterhaltsam. Wir hoffen, dass das so weitergeht."

Der in Kamerun geborene Embolo, der als Kind mit der Mutter in die Schweiz kam und dort 2014 eingebürgert wurde, geht gewissermaßen als Held der Woche ins bevorstehende Spitzenspiel. Er wird in Gladbach all jenen Erwartungen gerecht, mit denen er schon vor dreieinhalb Jahren bei seinem Wechsel aus Basel zu Schalke 04 konfrontiert wurde. Mehr als die rund 25 Millionen Euro Ablöse hatte Schalke für einen Fußballer zuvor nie ausgegeben, doch dem damit verbundenen Druck hielt vor allem der Körper von Embolo nicht stand.

Im Oktober 2016 brach er sich Sprunggelenk und Wadenbein und fiel acht Monate aus. Zwei Jahre später brach er sich den Fuß und fiel vier Monate aus. Binnen drei Jahren kam Embolo bei Schalke nur auf 48 Ligaspiele mit zehn Toren und acht Vorlagen. Im Sommer wechselte er für geschätzte 15 Millionen Euro nach Gladbach. Dort integriert er sich sehr gut ins System des neuen Trainers Marco Rose, in elf Bundesligaeinsätzen hat er schon fünf Treffer und zwei Torvorlagen gesammelt.