Magdalena Neuner gewinnt in Hochfilzen Die Last von den Schultern gelaufen

Biathletin Magdalena Neuner macht der Rummel um ihre Rücktrittsankündigung zu schaffen. Dennoch bewältigt die 24-Jährige den Sprint im österreichischen Hochfilzen ohne Schießfehler und kommt als Erste ins Ziel. Für die schwangere Kathrin Hitzer läuft es nicht ganz so gut, dennoch will sie weiterlaufen. Vorerst.

Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner hat das erste Rennen nach ihrer Rücktrittsankündigung gewonnen. Die 24-Jährige aus Wallgau siegte im Sprint über 7,5 km im österreichischen Hochfilzen in 21:09,2 Minuten vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen (14,9 Sekunden zurück/1 Fehler) und der Russin Olga Saizewa (22,7/1).

Magdalena Neuner

Glamourgirl, Vorbild, Freigeist

"Mir ist eine große Last von den Schultern gefallen. Ich hab ganz schöne Verspannungen da oben", erklärte Neuner. "Auf der Strecke habe ich schon gemerkt, dass die letzten Tage viel Kraft gekostet haben. Im Rennen konnte ich aber alles total ausblenden." Für Neuner, die das Gelbe Trikot der Gesamtführenden im Weltcup erfolgreich verteidigte, war es bereits der zweite Saisonsieg im vierten Rennen und der 26. Einzel-Weltcup-Erfolg insgesamt. Die Doppel-Olympiasiegerin geht damit auch als Erste ins Verfolgungsrennen am Samstag (14:00 Uhr/ARD und Eurosport).

Neuner, die am Dienstag verkündet hatte, am Ende des Winters ihre erfolgreiche Karriere frühzeitig zu beenden, blieb ohne Schießfehler und gehörte auch in der Loipe zu den Besten. Auch Andrea Henkel (Großbreitenbach/0 Fehler) überzeugte am Schießstand und lief als Achte in die Top Ten, Tina Bachmann (Schmiedeberg/2) kam als 14. in die Top 20.

"Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, das war einer diesen Tage, an denen es bei mir nicht läuft. Immerhin lief es am Schießstand besser", sagte Henkel. Carolin Hennecke (Willingen/0) überzeugte bei ihrem Weltcup-Debüt mit einem fehlerfreien Schießen und Platz 25, während Kathrin Hitzer (Gosheim/2), die in Hochfilzen ihre Schwangerschaft bekanntgegeben hatte, als 43. ein durchwachsenes Saisondebüt gab.

"Es war gestern viel los, viel drunter und drüber wegen der Meldung, dass ich nun zu zweit unterwegs bin", gestand Hitzer, "das war auch ein bisschen belastend für mich." Dennoch habe sich der Wettkampf nicht anders angefühlt als vor der Schwangerschaft. Hitzer möchte denn auch noch eine Weile weitermachen. "Die Ärzte haben ein Go bis Ende Januar gegeben. Die Gesundheit des Kindes ist das Allerwichtigste aber ich möchte schon noch einige Rennen machen."

Reaktionen zum Neuner-Rücktritt

"Magdalena ist nicht zu ersetzen"