Leverkusen-Remis gegen Dortmund:Kießling verletzt sich

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Aber erneut währte die Freude in der Leverkusener Coachingzone sowie in Salzburg nicht lange. Nur drei Minuten später klärte Roberto Hilbert eine Dortmunder Flanke mit der Hand vor Robert Lewandowski, Schiedsrichter Günter Perl entschied zu Recht auf Elfmeter. Reus verwandelte (40.). Beim Stand von 2:2 Toren bei 8:8 Torschüssen ging es in die Pause.

Ähnlich ausgeglichen begann der zweite Durchgang, bloß ging es kurzzeitig etwas ruppiger zu, sodass es nach sieben Minuten in der Kartenstatistik 1:1 stand. Erst stellte sich Lewandowski dem Leverkusener Emir Spahic mit gestrecktem Bein vor, kurz darauf rang Spahic seinerseits den Dortmunder Angreifer nieder, beide sahen Gelb.

Ansonsten zogen sich die Gastgeber zunächst etwas weiter in die eigene Hälfte zurück und harrten der Dinge, die da in schwarz-gelb auf sie zukommen sollten. Außer einer ungefährlichen Ecke von Reus passierte aber nicht viel, sodass sich Son in der 60. Minute dann doch nach vorne wagte. Sein Schuss brachte BVB-Schlussmann Weidenfeller allerdings nicht in Verlegenheit.

Erst in der 72. Minute kam es zur ersten gefährlichen Chance für die Hausherren: Castro legte im Strafraum quer auf Brandt, dessen Heber es nicht über die gen Himmel gereckten Arme Weidenfellers schaffte. Bayer-Trainer Lewandowski machte einen zufriedenen Eindruck, Klopp reagierte. Er brachte Pierre-Emerick Aubameyang für Henrik Mkhitaryan, um seiner Mannschaft die nötige Spritzigkeit für die Schlussphase zu verleihen. Gefährlich wurde es aber weiterhin nur, wenn Reus am Ball war. Sein Freistoß aus 35 Metern segelte unangenehm für Leno aufs Tor, Hummels verpasste nur knapp mit dem Fuß. Auch die anschließende Ecke beförderte Leno souverän aus der Gefahrenzone.

Anschließend reagierte Lewandowski und brachte Simon Rolfes für Castro und den jungen Levin Öztunali für den ebenso jungen Brandt. Beim BVB kam Jonas Hofmann für den unauffälligen Jojic. Spielerisch passierte nicht mehr viel, was einem der drei beteiligten Trainer größere Emotionen entlocken hätte können. Nur Kießling bereitete den Leverkusener Vertretern noch Sorgen: Der Angreifer griff sich in der 84. Minute nach einem Laufduell mit Lukasz Piszczek an Oberschenkel und Knie und musste verletzt vom Feld. Die Diagnose: Muskelfaserriss. Die Saison ist für Leverkusens besten Stürmer damit vorzeitig beendet.

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