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DFB-Pokal:Leipzig düpiert Wolfsburg - Hertha macht es spannend

VfL Wolfsburg v RB Leipzig - DFB Cup

Traf zum 2:0 für Leipzig: Marcel Sabitzer.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • In der zweiten Runde des DFB-Pokals gewinnt Leipzig 6:1 bei Bundesliga-Konkurrent Wolfsburg.
  • Bremen setzt sich mit 4:1 gegen Heidenheim durch.
  • Kaiserslautern gewinnt im Elfmeterschießen gegen Nürnberg, Verl gegen Kiel. Auch Hertha BSC muss ins Elfmeterschießen.
  • Düsseldorf und Frankfurt erreichen ebenfalls das Achtelfinale.

Der zuletzt schwächelnde Titelkandidat RB Leipzig ist mit einem 6:1 (1:0)-Kantersieg beim VfL Wolfsburg ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen und hat den Niedersachsen eine schmerzhafte erste Pflichtspiel-Niederlage der Saison beigebracht. Ein Eigentor von VfL-Innenverteidiger Jeffrey Bruma (13.) brachte den Finalisten der Vorsaison in Führung. Marcel Sabitzer (55.), Emil Forsberg (58.), Konrad Laimer (61.) und Timo Werner (68., 88.) sorgten in der zweiten Hälfte für klare Verhältnisse. Wolfsburgs erste Niederlage unter Trainer Oliver Glasner geriet zu einem Debakel, der VfL spielte nach dem Seitenwechsel viel zu naiv nach vorne und wurde klassisch ausgekontert. Kurz vor dem Ende traf Wout Weghorst (89.) für Wolfsburg.

Leipzig-Kapitän Willi Orban hat sich indes nach eigenen Angaben womöglich am Meniskus verletzt. "Es tut ein bisschen weh, aber momentan geht's", sagte der 26-Jährige kurz nach dem Spiel am Mittwochabend und ergänzte: "Vom Gefühl her könnte der Meniskus ein bisschen beschädigt sein. Ich hatte schonmal eine ähnliche Verletzung. Aber ich muss morgen früh in die Röhre und dann werden wir mehr wissen." Orban hatte sich in der ersten Halbzeit der Zweitrundenpartie ohne Fremdeinwirkung verletzt und musste ausgewechselt werden.

Hertha BSC setzt sich im Elfmeterschießen durch

Hertha BSC darf nach einem packenden Elfmeter-Krimi weiter vom Pokalfinale im heimischen Olympiastadion träumen. Die lange Zeit abschlussschwachen Berliner bezwangen den abstiegsbedrohten Zweitligisten Dynamo Dresden nach zweimaligem Rückstand noch mit 5:4 im Elfmeterschießen. Nach 120 wilden Minuten hatte es 3:3 (2:2, 0:1) gestanden.

Dodi Lukebakio (48.) und Ondrej Duda (85., Foulelfmeter) trafen in der regulären Spielzeit für die Hertha. Dynamo-Stürmer Moussa Kone (36.) hatte einen starken Konter des Außenseiters zum Führungstreffer genutzt, der Ex-Berliner Patrick Ebert (90., Foulelfmeter) rettete Dresden in die Verlängerung. Dann schnupperte Dynamo dank Luka Stor (108.) an der Überraschung, doch Jordan Torunarigha (120.+3) glich in letzter Sekunde erneut aus. Am Samstag tritt Hertha BSC dann zum Stadtduell bei Union an.

Bremen gewinnt 4:1 gegen Heidenheim

Werder Bremen ist mit einem deutlichen Sieg in die nächste Runde gestürmt. Der sechsmalige Pokalsieger gewann gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim auch in der Höhe verdient mit 4:1 (4:1) und verschaffte seinem Trainer Florian Kohfeldt damit ein perfektes Dienstjubiläum.

Auf den Tag genau zwei Jahre nach Kohfeldts Beförderung zum Cheftrainer dominierte Werder von Beginn an. Für Heidenheim, in der vergangenen Saison wie auch 2016 bis ins Viertelfinale vorgedrungen, war der Traum von der nächsten Pokal-Überraschung schon nach gut einer Viertelstunde praktisch vorbei. Milot Rashica (6.), Leonardo Bittencourt (11.), Davy Klaassen (18.) und Marco Friedl (41.) trafen für die Bremer. Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer sorgte mit einem verwandelten Handelfmeter (45.+1) für den Ehrentreffer für völlig überforderte Gäste.

Kaiserslautern gewinnt im Elfmeterschießen

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich ins Achtelfinale gekämpft, im Elfmeterschießen bezwang der kriselnde Drittligist den Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg 6:5. Nach 120 spannenden Minuten hatte es 2:2 (2:2, 1:1) gestanden. Im Elfmeterschießen musste Nürnbergs Feldspieler Enrico Valentini ins Tor, weil Keeper Patric Klandt in der Schlussphase der Verlängerung eine Verletzung erlitt - und der FCN nicht mehr wechseln durfte.

FCK-Torhüter Lennart Grill parierte den entscheidenden Versuch von Tim Handwerker, zuvor hatte Andri Runar Bjarnason den Underdog in Führung gebracht. Der FCK, der in der Liga auf einem Abstiegsplatz steht, erreichte somit erstmals seit 2014 wieder die Runde der besten 16. Und er kann sich über 702.000 Euro freuen, die der Deutschen Fußball-Bund (DFB) für den Einzug ins Achtelfinale auslobt.

Bereits vor dem Elfmeterschießen hatte Kaiserslauterns Timmy Thiele zwei Strafstöße (8., 73.) verwandelt, Lukas Jäger (15.) und Michael Frey (90.) glichen jeweils aus. Frey nutzte einen schweren Patzer von Grill aus, der Keeper hatte den Nürnberger übersehen und ließ sich kurz vor dem Schlusspfiff den Ball stehlen. Im Elfmeterschießen wurde Grill dann doch noch zum Matchwinner.

Verl überrascht erneut

Der SC Verl hat die nächste Überraschung geschafft und ist mit einem Sieg über Zweitligist Holstein Kiel erstmals ins Achtelfinale eingezogen. Der West-Regionalligist setzte sich gegen Kiel 8:7 im Elfmeterschießen durch. Verl hatte in der ersten Runde Bundesligist FC Augsburg 2:1 besiegt. Nach 120 Minuten hatte es in Verl 1:1 (1:1, 1:1) gestanden. Janni Serra (13.) hatte Kiel früh in Führung gebracht, Nico Hecker (45.) gelang der Ausgleich. Matchwinner war schließlich Verls Torwart Robin Brüseke mit zwei gehaltenen Elfmetern. Den 18. und entscheidenden Schuss versenkte Jan Schöppner.

Düsseldorf müht sich ins Achtelfinale

Mit viel Mühe hat Bundesligist Fortuna Düsseldorf den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue mit 2:1 (1:1) bezwungen. Vor 20 000 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena erzielten Rouwen Hennings (45./Foulelfmeter) und Kasim Adams (75.) die Treffer für den zweimaligen Pokalsieger, der am Sonntag zum rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln antritt.

Dost trifft doppelt

Bas Dost hat Eintracht Frankfurt ins Achtelfinale geschossen. Dank eines Doppelpacks des Niederländers setzte sich der Bundesligist beim zumindest kämpferisch überzeugenden FC St. Pauli mit etwas Mühe mit 2:1 (2:1) durch. Dost, der zuletzt in zwei Spielen schmerzlich vermisst worden war, legte mit seinen Treffern (4. und 16. Minute) früh die Grundlage für den Einzug in die nächste Runde. Der Zweitligist aus Hamburg kam durch einen Handelfmeter von Waldemar Sobota (42.) nur noch zum Anschlusstreffer. Alle offensiven Bemühungen der Hanseaten nach der Pause wurden nicht mehr belohnt.

© SZ.de/sid/dpa/chge
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