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Länderspiele der DFB-Frauen:Corona-Beschränkungen erschweren Nominierung

190629 Goalkeeper Almuth Schult of Germany and Kosovare Asllani of Sweden during the FIFA Women s W; Fußball - Frauen - Nationalmannschaft - Almuth Schult

Wieder dabei: Die DFB-Torwartfrau Almuth Schult.

(Foto: imago images / Bildbyran)

Bundestrainerin Voss-Tecklenburg muss für die nächsten Länderspiele auf die in England angestellten Spielerinnen verzichten, Torfrau Schult ist wieder dabei. Lewis Hamilton bleibt bei seinem Team.

Meldungen im Überblick

DFB-Frauen, Nominierung: Die deutschen Fußballerinnen müssen zum Start ins Länderspieljahr aufgrund der Corona-Beschränkungen umplanen. Melanie Leupolz, Ann-Katrin Berger (beide FC Chelsea) und Leonie Maier (FC Arsenal) stehen wegen des Einreiseverbotes für Personen aus Großbritannien nach Deutschland beim anstehenden hochkarätig besetzten Drei-Nationen-Turnier nicht zur Verfügung.

"Auch für die Spielerinnen selbst ist das eine schwierige Situation. Allerdings ist uns sehr bewusst, dass wir uns in einer privilegierten Lage befinden, weil wir die Spiele austragen dürfen und damit die Chance haben, uns auf die EM 2022 vorzubereiten", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: "Deshalb nehmen wir diese außergewöhnliche Situation natürlich an und gehen mit größtmöglicher Verantwortung damit um."

Zudem verzichtet Voss-Tecklenburg, die jüngst ihren Vertrag bis 2023 verlängert hatte, wegen der schwierigen Anreise für die Partien gegen Belgien in Aachen am 21. Februar und die Niederlande in Venlo am 24. Februar auf Turid Knaak (Atletico Madrid) und Lena Petermann (HSC Montpellier). Erstmals steht dafür Torhüterin Stina Johannes von der SGS Essen im 26-köpfigen Aufgebot.

Torfrau Almuth Schult ist ebenfalls nach längerer Zeit wieder dabei. Die 29-Jährige vom VfL Wolfsburg hatte ihr letztes Länderspiel für die DFB-Auswahl im Juni 2019 absolviert und war nach einer Verletzungspause im April Mutter von Zwillingen geworden. Schult soll mehrere Tage mit dem Team trainieren, aber noch nicht im Kader stehen. "Dabei möchten wir uns ein Bild von Almuths allgemeinem Leistungsstand machen", sagte Voss-Tecklenburg.

Motorsport, Formel 1: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat seinen Vertrag bei Mercedes für diese Saison verlängert. "Wir waren uns immer mit Lewis darüber einig, dass wir gemeinsam weitermachen würden. Doch das äußerst ungewöhnliche Jahr 2020 hat dazu geführt, dass es eine Weile gedauert hat, den Prozess zu Ende zu führen", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Montag.

Hamilton war zur Saison 2013 als Nachfolger von Michael Schumacher zu den Silberpfeilen gewechselt. Der 36-Jährige, der in der Vorsaison seinen siebten WM-Titel gewann, war der einzige Pilot aus dem aktuellen Fahrerfeld noch ohne Vertrag für 2021 gewesen. "Ein entscheidender Teil der neuen Vereinbarung baut auf der gemeinsamen Verpflichtung zu mehr Vielfalt und Inklusion im Motorsport auf, die im vergangenen Jahr von Lewis und Mercedes eingegangen wurde", hieß es. Dies werde in Form einer gemeinsamen gemeinnützigen Stiftung geschehen, die zum Ziel hat, mehr Inklusion und Vielfalt in all ihren Formen im Motorsport zu unterstützen.

Ski alpin, WM: Die Kombination der Frauen zum Auftakt der Alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo/Italien (8. bis 21. Februar) ist wegen starken Schneefalls abgesagt worden. Das teilte der Internationale Ski-Verband FIS am Montag mit. Wann das Rennen nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Am Dienstag sind die beiden Super-G-Rennen der Frauen (10.30 Uhr) und Männer (13.00 Uhr) geplant. Wegen der Erhöhung der Anzahl der Wettbewerbe von elf auf 13 kommen die Organisatoren bereits in leichte Zeitnot. Lediglich der kommende Montag ist als Ruhe- oder Reservetag vorgesehen.

"So viel Schnee habe ich hier noch nie gesehen", hatte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier bereits bei seiner Ankunft am Sonntag gesagt und zugleich prophezeit: "Der Organisation wird nicht viel Luft bleiben, wenn es solche Wetterkapriolen gibt, wie es derzeit der Fall ist." Bereits am Sonntag war aufgrund der Wetterprognosen eine Programmänderung vorgenommen worden. Die Kombination hätte mit dem Slalom beginnen sollen, erst im Anschluss wäre der Super-G gefolgt, um mehr Zeit für die Präparierung der Strecke zu haben. Die einzige deutsche Starterin Kira Weidle (Starnberg) hatte kurzfristig auf eine Teilnahme verzichtet.

DFB, Nationalelf: Oliver Bierhoff will Weltumsegler Boris Herrmann zur Fußball-Nationalmannschaft holen. "Ich möchte ihn mal zur Mannschaft einladen, weil wir immer wieder von solchen Persönlichkeiten profitieren", sagte der Nationalmannschafts-Manager am Sonntag in der ARD-"Sportschau". "Auch wenn er nicht Fußball-Geschichten erzählen kann. Das ist auch nicht wichtig." Vielmehr geht es dem 52-Jährigen um Psychologie und Mentalität. Bierhoff zeigte sich beeindruckt von der Leistung des 39-jährigen Herrmann bei der Vendée Globe. Der Hamburger hatte bei der härtesten Regatta nach über 80 Tagen allein auf den Weltmeeren Platz fünf belegt. "Den Fokus haben, Widerstände überstehen, auch durchhalten in schwierigen Momenten. Diese Disziplin ist unglaublich, dieser Siegeswille, da bis zum Ende durchzugehen", sagte Bierhoff. Herrmann hatte in der "Sportschau" im Beisein des DFB-Direktors die Viertelfinal-Paarungen ausgelost. Herrmann will 2024/25 erneut an der Vendée Globe teilnehmen. "Ich bin schon wieder am Planen, habe meine Frau um Einverständnis gebeten. Sie sagt: Okay, einmal noch, die vier Jahre", berichtete er in der "Sportschau".

Fußball, Champions League: Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat einen Ausweich-Spielort für das Achtelfinal-Heimspiel gegen den FC Liverpool in der Champions League gefunden. Wie die Europäische Fußball-Union (Uefa) am Sonntag mitteilte, findet das Duell am 16. Februar in der Puskas Arena in Budapest statt. Die ungarische Hauptstadt war eine von zwei Optionen, die Klub-Boss Oliver Mintzlaff ins Spiel gebracht hatte. Die Alternative, bei den Tottenham Hotspur in London zu spielen, wurde verworfen.

Die Sachsen können das Duell mit Liverpool und Teammanager Jürgen Klopp wegen der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen des Bundes nicht im heimischen Stadion austragen. Der Gegner darf wegen der in Großbritannien verbreiteten B.117-Mutation des Coronavirus nicht nach Deutschland einreisen.

Zweierbob, Weltmeisterschaft: Francesco Friedrich hat beim deutschen Dreifacherfolg in beeindruckender Manier seinen siebten Zweierbob-WM-Titel in Serie geholt und ist mit seinem insgesamt zehnten WM-Coup nun alleiniger Rekordsieger. Das schaffte vor ihm noch kein Bobpilot in der 91-jährigen WM-Geschichte. Er ließ sich auf seiner Heimbahn in Altenberg weder vom Schneechaos noch von der Weltelite beirren. Mit vier Start- und Laufbestzeiten sowie egalisiertem Startrekord von 5,11 Sekunden fuhr der Doppel-Olympiasieger vom BSC Sachsen Oberbärenburg mit Anschieber Alexander Schüller am Sonntag einen Vorsprung von 2,05 Sekunden auf die zweitplatzierten Johannes Lochner/Eric Franke heraus. WM-Debütant Hans-Peter Hannighofer raste mit Christian Röder noch am Schweizer Michael Vogt vorbei auf Rang drei. Christoph Hafer und Christian Hammers komplettierten mit Rang sieben das starke deutsche Abschneiden zum WM-Auftakt.

© SZ.de/sid/dpa/bek/tbr/jki
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