Journalisten-Verband "Kein Katzbuckeln vor dem FC Bayern"

Das Zuhause des FC Bayern an der Säbener Straße.

(Foto: AFP)

Der Deutsche Journalisten-Verband weist die Medienschelte des FC Bayern zurück. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wird in Austin strafversetzt. In Wimbledon wird im fünften Satz künftig ein Tiebreak eingeführt.

Meldungen im Überblick

Bundesliga, FC Bayern: Nach der Medienschelte des FC Bayern hat der Deutsche Journalisten-Verband dazu aufgerufen, nicht vor den Bossen des Rekordmeisters zu kuschen. "Wie Journalisten über den Fußballclub, die Spiele und die Verantwortlichen des Vereins berichten, lassen wir uns nicht von der Chefetage des Vereins vorschreiben", sagte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. "Mir ist kein Gesetz bekannt, das uns zum Katzbuckeln vor dem FC Bayern München verpflichtet."

Am Freitag hatten Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic auf einer Pressekonferenz angeblich "herabwürdigende", "respektlose" und "hämische" Berichterstattung angeprangert und mit Klagen gedroht. "Möglichen juristischen Schritten der Fußballmanager können Journalisten gelassen entgegen sehen" sagte Überall. Dass über den Verein kritisch berichtet werde, sei völlig angemessen. "Es ist Aufgabe der Medien, eine Pannenserie auch so zu nennen."

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Formel 1, Austin: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (31) muss vor der möglichen WM-Entscheidung im Titelkampf mit Lewis Hamilton (Mercedes) einen herben Rückschlag einstecken. Der Heppenheimer wird in der Startaufstellung zum Großen Preis der USA (Sonntag, 20.10 Uhr/RTL) um drei Plätze strafversetzt, weil er im ersten freien Training unter Roter Flagge zu schnell unterwegs war. Das gaben die Rennkommissare nach einer Anhörung von Vettel bekannt. Damit wird es für Vettel noch schwieriger, die Entscheidung in der WM noch einmal zu vertagen. Hamilton könnte schon am Sonntag seinen fünften WM-Titel einfahren. Der Titelverteidiger geht mit 67 Punkten Vorsprung in das Rennen auf seiner Lieblingsstrecke, holt er acht Zähler mehr als Vettel, ist ihm die WM nicht mehr zu nehmen. Das Qualifying wird am Samstag (23.00 Uhr MESZ) ausgetragen.

Tennis, Wimbledon: Das Traditionsturnier in Wimbledon führt im kommenden Jahr einen Tiebreak im fünften Satz ein. Das teilten die Organisatoren des Rasen-Tennisturniers mit. So soll künftig im entscheidenden Durchgang bei einem Stand von 12:12 nicht mehr weitergespielt werden, bis einer der beiden Profis zwei Spiele Vorsprung hat. Wimbledon ist damit nach den US Open das zweite der vier Grand-Slam-Turniere, das den Tiebreak im fünften Satz einführt. In New York wird dieser jedoch beim Stand von 6:6 ausgetragen. Bei den Australian Open und den French Open wird an der bisherigen Regelung festgehalten. In diesem Jahr hatte sich der Südafrikaner Kevin Anderson im Halbfinale im zweitlängsten Wimbledon-Match der Geschichte nach sechs Stunden und 36 Minuten mit 26:24 im fünften Satz gegen John Isner aus den USA durchgesetzt und anschließend eine Regeldebatte angestoßen.

2010 endete das Match zwischen Isner und dem Franzosen Nicolas Mahut nach drei Tagen und einer Spielzeit von mehr als elf Stunden mit 70:68 im fünften Durchgang."Wir glauben, dass die Zeit reif ist, den Tiebreak einzuführen bei Matches, die nicht zu einem vernünftigen Zeitpunkt im entscheidenden Satz beendet sind", sagte Philip Brook, der Vorsitzende des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs, in der Mitteilung.

Basketball, NBA: Basketballprofi LeBron James hat bei seinem Debüt mit den Los Angeles Lakers in der nordamerikanischen Profi-Liga NBA eine Niederlage kassiert. Die Kalifornier unterlagen am Donnerstag (Ortszeit) auswärts bei den Portland Trail Blazers 119:128 (63:65). Der 33-Jährige James war mit 26 Punkten der erfolgreichste Werfer seines Teams. Zudem holte er zwölf Rebounds und verteilte sechs Assists. Die beiden Deutschen Moritz Wagner und Isaac Bonga kamen nicht zum Einsatz. Lakers-Aufbauspieler Rajon Rondo kam auf 13 Punkte und elf Assists in der Auftaktpleite. Bester Werfer im Spiel war Portlands Damian Lillard mit 28 Zählern. C.J. McCollum steuerte 21 Punkte zum Heimerfolg der Trail Blazers bei.

Eishockey, NHL: Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl (22) hat seine Edmonton Oilers in der nordamerikanischen Profiliga NHL zum dritten Saisonsieg geschossen. Der gebürtige Kölner traf gegen die Boston Bruins nach 37 Sekunden in der Verlängerung zum 3:2. Für Draisaitl war es das zweite Saisontor im fünften Spiel. Die Vorlage lieferte Connor McDavid. Der 21-Jährige hatte bereits das 2:1 durch Ryan Nugent-Hopkins aufgelegt. McDavid ist damit an elf der bisherigen 13 Oilers-Treffer in dieser Saison beteiligt gewesen (4 Tore, 7 Assists). Der Kapitän ist auf einem guten Weg, zum dritten Mal nacheinander Topscorer der NHL zu werden. In den vergangenen beiden Saisons hatte sich McDavid die Art Ross Trophy mit 100 (2016/17) bzw. 108 Punkten (2017/18) gesichert.

Torhüter Philipp Grubauer gewann mit den Colorado Avalanche 5:3 bei den New Jersey Devils. NHL-Neuling Dominik Kahun kam beim 1:4 seiner Chicago Blackhawks gegen die Arizona Coyotes 16 Minuten im Angriff zum Einsatz, allerdings zu keiner Torbeteiligung. Thomas Greiss stand beim 7:2 seiner New York Islanders bei den Los Angeles Kings sieben Minuten lang im Tor, Tom Kühnhackl fehlte im Aufgebot.

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