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Bundesliga:Der Club vermasselt es sich selbst

1899 Hoffenheim - 1. FC Nürnberg

Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric (l) jubelt über das Tor zum 2:1.

(Foto: dpa)

Gegen Hoffenheim bringen sich die Nürnberger mit Undiszipliniertheiten um den Lohn. Beim 1:2 nutzt das vor allem ein Angreifer der TSG.

Die Erleichterung stand den Profis der TSG Hoffenheim ins Gesicht geschrieben. Nach dem Pflichtsieg gegen Abstiegskandidat 1. FC Nürnberg wurde vor allem Doppeltorschütze Andrej Kramaric in den Reihen der Kraichgauer gefeiert. Mit seinen Saisontreffern elf und zwölf hatte der kroatische Vizeweltmeister die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann vor einer Blamage bewahrt und die Hoffnung der TSG auf eine erneute Europacup-Teilnahme gewahrt.

Zugleich hatte Kramaric mit seinen beiden Treffern zum 2:1 (1:0) den Club in Richtung zweite Liga geschossen. Bundesliga-Schlusslicht Nürnberg hat nach wie vor sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Kramaric traf erst per Handelfmeter (25.) und kurz vor Schluss per Hackentrick (78.) für die TSG. Der Club, der auswärts diese Saison noch keinen Dreier eingefahren hat, baute seinen Negativrekord auf 19 Partien ohne Sieg in Folge aus. Daran änderte auch das Tor von Kapitän Hanno Behrens (61.) nichts.

"Wir haben mutig gespielt, aber wenn man unten steht, kassiert man solche Tore", sagte FCN-Torwart Christian Mathenia nach der Partie bei Sky und fügte kämpferisch hinzu: "Wir glauben an uns und werden wieder aufstehen."

Die 29.015 Zuschauer in Sinsheim erlebten schon in der 4. Minute den ersten Aufreger. Kramaric ließ sich beim Zweikampf mit dem Nürnberger Verteidiger Ewerton im Strafraum fallen. Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) zeigte auf den Punkt. Nach dem Videostudium nahm der Unparteiische die Strafstoß-Entscheidung zurück. Eigentlich hätte Kramaric zudem die Gelbe Karte sehen müssen.

Danach passierte erst einmal nicht viel. Die Gäste, bei denen Virgil Misidjan, Ondrej Petrak, Georg Margreitter und der gesperrte Matheus Pereira fehlten, hielten gut mit. Das lag aber auch an der TSG-Taktik. Trainer Julian Nagelsmann hatte offensichtlich die Devise ausgegeben, Nürnberg aus der Defensive zu locken. Obwohl die angedachte Konter-Strategie zunächst nicht funktionierte, gingen die Kraichgauer dennoch in Führung. Patrick Erras blockte einen Schuss von Kramaric mit den Händen. Diesmal entschied Dingert zu Recht auf Strafstoß. Kramaric ließ sich die Chance auf sein elftes Saisontor nicht nehmen.

Nach der Führung erhöhten die Gastgeber, die ohne Kerem Demirbay, Dennis Geiger und den gesperrten Kasim Adams auskommen mussten, die Schlagzahl. Das Gäste-Team von Interimstrainer Boris Schommers wurde in die eigene Hälfte gedrängt. Ishak Belfodil scheiterte mit einer Großchance an Mathenia und dem Pfosten (33.). Auch Pavel Kaderabek verpasste den zweiten TSG-Treffer (42.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen es die Hoffenheimer ruhiger angehen und verwalteten zunächst den Vorsprung. Das Spiel plätscherte ohne Höhepunkte vor sich hin. Nach rund einer Stunde wurden die Kraichgauer für ihre Passivität bestraft. Beim Treffer von Behrens sah TSG-Torwart Oliver Baumann nicht allzu gut aus. Im Anschluss an den Ausgleich fiel den Hoffenheimern in der Offensive kaum etwas ein. Erst der Geistesblitz von Kramaric ließ die TSG jubeln. Erras vergab in der Nachspielzeit noch eine große Chance für die Gäste.

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