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Torhüterdebatte:Hoeneß rudert zurück

FC Bayern - Präsident Uli Hoeneß bei einer PK 2019

Droht schon wieder: Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

(Foto: dpa)
  • Sollte Marc-André ter Stegen anstelle von Manuel Neuer die neue Nummer eins im DFB-Tor werden, hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach dem Belgrad-Spiel Konsequenzen angedroht. Das berichtet die Sport Bild.
  • Auf SZ-Nachfrage lässt Hoeneß nun mitteilen, dass er die Aussagen nicht mehr so tätigen würde.

Uli Hoeneß hat seine Aussagen in der Torwartdebatte abgeschwächt. Am Mittwoch hatte die Sport Bild berichtet, der Bayern-Präsident habe vor einer Woche nach dem Champions-League-Spiel gegen Belgrad damit gedroht, im Falle eines Torhüterwechsels keine Bayern-Spieler mehr fürs DFB-Team abzustellen. Auf SZ-Anfrage ließ Hoeneß über sein Büro mitteilen, dass er in der Torwart-Debatte Aussagen gemacht habe, die er mit etwas Abstand heute nicht mehr so machen würde. Das Thema sei für ihn längst erledigt, weitere Aussagen von ihm werde es dazu nicht geben.

"Bevor das stattfindet, werden wir keine Nationalspieler mehr abstellen", hatte Hoeneß nach dem Champions-League-Spiel über einen möglichen Wechsel im deutschen Tor von Manuel Neuer zu Marc-André ter Stegen gesagt. Die Situation in der Nationalelf erinnere Hoeneß zwar nicht an die Ablösung von Oliver Kahn durch Jens Lehmann vor der WM 2006, aber "wir werden das nie akzeptieren, dass hier ein Wechsel stattfindet", sagte er. Ein Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw lehnte der Bayern-Boss demnach allerdings ab: "Der wird jetzt schon hören, was wir alles gesagt haben, dem werden schon die Ohren klingeln."

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Löw ist genervt

"Von so was lasse ich mich nicht beeindrucken", sagte Löw

Oliver Bierhoff hatte bereits in der vergangenen Woche auf eine mögliche Boykott-Drohung reagiert. Er fürchte diese nicht, betonte der DFB-Direktor in der Bild-Zeitung, "zumal ein Verein laut Fifa-Statuten zur Abstellung verpflichtet ist". Es habe in der Vergangenheit hin und wieder Unstimmigkeiten gegeben, "aber wir wissen doch, dass wir uns gegenseitig brauchen". Letztlich sei einzig der Trainer "alleine verantwortlich für die Nominierung".

Hoeneß hatte sich in der vergangenen Woche für Bayern-Schlussmann Neuer stark gemacht und dabei den DFB um Löw sowie auch ter Stegen angegriffen. Er erwarte von den handelnden Personen beim DFB, "dass man den Herrn ter Stegen schon mal in die Ecke stellt und ihm klar sagt, dass es so nicht geht", sagte Hoeneß: "Er beschädigt hier einen völlig untadeligen Sportsmann wie den Manuel Neuer." Zuvor hatte ter Stegen über seine Rolle als Ersatzmann geklagt.

Löw reagierte am vergangenen Wochenende unbeeindruckt auf die verbalen Angriffe aus München. "Von so was lasse ich mich nicht beeinflussen. Das lässt mich völlig entspannt in die Zukunft blicken", sagte der 59-Jährige der Bild am Sonntag. Auch Neuer hakte die Angelegenheit schnell ab. "Für mich ist das Thema eh durch gewesen, das habe ich ja gesagt", sagte er nach dem 4:0 gegen den 1. FC Köln, als er auf die Aussagen von Hoeneß angesprochen wurde.

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