Handball-WM Hinten steht das Bollwerk

Die Rückraumspieler passten sich zwar die Bälle sauber zu, generierten aber keine echte Gefahr. Das Spiel über die zweite Welle, die zweite größere DHB-Baustelle, wurde wegen geringer Erfolgsaussichten fast komplett eingestellt. Einen einzigen Tempogegenstoß lief die Mannschaft in der ersten Halbzeit durch, den Pekeler prompt zur ersten Führung des DHB-Teams verwertete (8:7, 21. Minute).

Dafür präsentierte sich die Abwehr erneut als eingespieltes Bollwerk. Pekeler und Wiencek hatten im Mittelblock ihren Kieler Teamkollegen Domagoi Duvnjak fast ausnahmslos gut im Griff. Kam doch mal ein Kroate durch, parierte Wolff mit bisweilen aufreizender Leichtigkeit. In abermals doppelter Unterzahl (Groetzki, Pekeler) musste das DHB-Team die Führung wieder hergeben, Wiede rettete mit einem Kracher das 11:11 zur Halbzeit.

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Sanfte Riesen mit Killerinstinkt

Da Strobel raus war, übernahm Wiede in der zweiten Halbzeit die Regie. Auch zwei Hannoveraner standen nun auf der Platte, Kai Häfner und Fabian Böhm; letzterer brachte das DHB-Team mit zwei Rückraumgeschossen wieder in Führung.

Weil auch der zur Hauptrunde nachnominierte Häfner doppelt traf und Wiede einen unwiderstehlichen Stemmwurf ins Netz zischen ließ, ging das DHB-Team erstmals mit drei Treffern in Führung (18:15, 46.). Anschließend vergaben Linksaußen Matthias Musche und Kreisläufer Jannik Kohlbacher die Chance, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Doch sie trafen nicht, die Kroaten erzielten drei Treffer in Serie - die Partie war wieder ausgeglichen (23.).

Kroatien holte sich sogar die Führung zurück (20:19, 57.), aber Wiede und Fäth hielten das DHB-Team im Spiel. In größter Bedrängnis lief Pekeler dann den zweiten erfolgreichen deutschen Tempogegenstoß in dieser Partie - zu einem perfekten Zeitpunkt. Der eher unglücklich agierende Uwe Gensheimer sorgte dann dafür, dass die WM-Reise auch nach Hamburg führt.

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