Handball-WM:Mit La Ola ins Viertelfinale

Handball-WM: Harte Arbeit: Julia Behnke (Mitte) sucht ihren Weg durch die serbische Abwehr.

Harte Arbeit: Julia Behnke (Mitte) sucht ihren Weg durch die serbische Abwehr.

(Foto: Henning Bagger/AP)

Fünfter Sieg im fünften Spiel: Die deutschen Handballerinnen stehen bei der WM vorzeitig in der Runde der besten Acht. Eine Chance auf Olympia hat sich das DHB-Team damit auch erspielt.

Die deutschen Handballerinnen feierten zu Tina Turners Party-Klassiker "Simply the best" ihren Viertelfinaleinzug bei der Weltmeisterschaft in Skandinavien. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung setzte die DHB-Auswahl am Samstag ihren Erfolgslauf auch gegen Serbien fort und sicherte sich durch ein 31:21 (14:13) die Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier im Frühjahr. In der hart umkämpften Partie war Antje Döll mit fünf Treffern beste deutsche Werferin.

"Wir haben etwas ganz Großes geschafft. Die Mädels sind ruhig geblieben und haben das in der zweiten Halbzeit gebogen", lobte Bundestrainer Markus Gaugisch und sparte mit Kritik: "Aus meinem Mund wird heute kein Aber kommen. Wir haben es gemeinsam gerockt und Großes erreicht." Arm in Arm hüpfen die Siegerinnen über das Parkett. Dann startete Co-Kapitänin Emily Bölk nach ihrem 100. Länderspiel eine La Ola vor dem deutschen Fanblock.

Minimalziel erreicht - die letzte deutsche WM-Medaille liegt 16 Jahre zurück

Zum Abschluss der Hauptrunde spielt das deutsche Nationalteam am Montag in Herning gegen Titelkandidat und Co-Gastgeber Dänemark. "Das ist ein Highlight-Spiel, das wir uns verdient haben. Wir wollen alles raushauen, was geht", kündigte Gaugisch an. Im Viertelfinale könnte es zu einem Duell mit Schweden, Ungarn oder Montenegro kommen. Die Runde der besten Acht war das Minimalziel des deutschen Kaders. Die letzte WM-Medaille liegt 16 Jahre zurück, 2007 gewann die DHB-Auswahl Bronze.

Der Auftritt gegen Serbien machte anfangs jedoch nur bedingt Hoffnung auf eine weitere Medaille. 5000 Zuschauer sahen die erwartet harte Partie, in der die Serbinnen das Tempo verschleppten und ihre Angriffe sehr lange ausspielten. Gegenstöße lief der Gruppenletzte fast überhaupt nicht. Die deutschen Abwehrspielerinnen um Meike Schmelzer mussten geduldig sein. Die Defensive stand kompakt, doch erneut zeigte das DHB-Team Schwächen im Angriffsspiel. Ohne Spielmacherin Alina Grijseels (Oberschenkelprellung) leistete sich Deutschland zu viele Fehlwürfe in den ersten Minuten.

Gaugisch nahm nach 15 Minuten die erste Auszeit. Die Ansprache wirkte. Bölk und Maren Weigel drehten mit gewaltigen Würfen aus dem Rückraum die Partie. Nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang übernahm Deutschland nach der Halbzeitpause mehr und mehr die Kontrolle. 12 Minuten vor Ende lag das DHB-Team erstmals mit fünf Toren vorn. Die serbische Gegenwehr war gebrochen und Deutschlands Handballerinnen bauten ihre Führung aus.

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