Halbfinale der A-Junioren Schalke trifft in der 94. Minute gegen den BVB

Tobias Missner (BVB, links) und Schalkes Rene Biskup rangeln um den Ball.

(Foto: Getty Images)

Das erste Halbfinale der Nachwuchsteams um den Einzug ins A-Junioren-Finale endet turbulent. Watzke gönnt dem FC Bayern einen Titel.

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A-Junioren, Meisterschaft: Die Nachwuchsteams von Schalke 04 und Borussia Dortmund haben sich am Mittwochabend im Halbfinal-Hinspiel um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft mit 2:2 (1:1) getrennt. Die Dortmunder U19 ging beim westdeutschen Meister im Oberhausener Niederrhein-Stadion in der 20. Minute durch Tobias Raschl zunächst in Führung. Zwar konnte Schalkes Torwart Erdem Canpolat dessen Foulelfmeter zunächst artistisch mit dem Fuß parieren, doch im Nachsetzen war Raschl erfolgreich.

Der Ausgleich gelang Schalkes Kapitän Görkem Can (38.) per Foulelfmeter. Emre Aydinel (64.) brachte den BVB mit einem direkt verwandelten Freistoß erneut in Front, ehe Rene Biskup in der Nachspielzeit (90.+4) den Endstand markierte. Das Rückspiel findet am kommenden Montag (18.45 Uhr) in Dortmund statt. Im zweiten Halbfinale hatten sich die Junioren des VfB Stuttgart und des VfL Wolfsburg am Dienstag torlos getrennt.

Dortmund, Watzke: BVB-Chef Hans-Joachim Watzke drückt dem Meiterschaftsrivalen des FC Bayern München im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig die Daumen. "Ich will mich gar nicht drum rumdrücken. Ich gönne es den Bayern", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund bei der Verleihung der Auszeichnung Deutscher Fußball Botschafter in Berlin. "Das hat einfach einen ganz praktischen Grund: Dann spielen wir gegen die Bayern im Supercup und da hätte ich wieder Bock drauf."

Der Revierklub war selbst im Cup-Achtelfinale an Werder Bremen gescheitert, Rekordsieger München trifft am 25. Mai im Berliner Olympiastadion auf den Final-Debütanten aus Leipzig. In den vergangenen beiden Supercup-Duellen zwischen Bayern und Dortmund hatten sich 2016 und 2017 jeweils die Münchner durchgesetzt.

Super League, Kritik: Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat seine Kritik an der möglichen Einführung einer neuen Super League im Fußball bekräftigt. "Leider geht es hier mehr um Politik als um Sport. Wie können wir noch höhere Gelder garantieren? Wie können die Großen noch größer werden? Der Mittelstand bricht langsam weg. Man muss aufpassen, dass man es nicht übertreibt. Wir sollten wieder mehr über Fußball reden. Denn auch der Fußballfan wird irgendwann sagen: Das mache ich nicht mehr mit", sagte Bobic dem kicker.

Das Reformkonzept auf Initiative der europäischen Club-Vereinigung ECA sieht vor, dass von der Saison 2024/25 an insgesamt 32 Teams in vier Achtergruppen antreten. 24 davon sollen das direkte Ticket für das Folgejahr in der Königsklasse lösen können. Am Freitag kommt es diesbezüglich in Budapest zum Treffen der Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union mit Uefa-Präsident Alexander Ceferin. Bobic geht davon aus, dass Deutschland mit einer Stimme spreche. "In der Bundesliga und auch in der DFL spüre ich eine große Übereinstimmung, dass die nationale Liga immer noch das Wichtigste ist", sagte der frühere Nationalspieler, der zuletzt in diese Richtung Kritik am FC Bayern München geäußert hatte.

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