Fußball: Zweite Liga:St. Pauli und Union bleiben vorne

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Der Kiezklub gewinnt mit 3:2 in Frankfurt, das Aufsteigerduell zwischen Berlin und Paderborn endet mit einem spektakulären 5:4. Oberhausen macht weiter Boden gut.

Tolles Comeback von Spitzenreiter FC St. Pauli, aber auch Union Berlin setzt seinen Höhenflug in der 2. Fußball-Bundesliga eindrucksvoll fort. Die "Eisernen" besiegten am Sonntag in einem turbulenten Aufsteigerduell den SC Paderborn mit 5:4 und liegen mit 13 Punkten weiterhin gleichauf vorne mit St. Pauli. Die Hamburger stürmten beim Tabellenletzten FSV Frankfurt nach einem 1:2-Rückstand doch noch zu einem 3:2-Erfolg. Hinter dem Spitzenduo lauern als Verfolger der 1. FC Kaiserslautern (11 Punkte), der am Freitagabend den MSV Duisburg im eigenen Stadion eindrucksvoll mit 4:1 bezwungen hatte, sowie Rot-Weiß Oberhausen (10). RWO besiegte Alemannia Aachen im dritten Spiel am Sonntag mit 1:0 und stieß auf Rang vier vor.

St. Pauli erlebte in Frankfurt ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem Blitzstart durch das vierte Saisontor von Marius Ebbers (1.) gerieten die Gäste durch Matias Cenzi (3.) und ein Eigentor von Ralph Gunesch (18.) in Rückstand. Beim Sturmlauf nach der Pause sorgten Charles Takyi (69.) und Matthias Lehmann (75.) mit ihren Toren doch noch für den vierten Saisonsieg des Favoriten.

Auch in Berlin ging's an der "Alten Försterei" hoch her: Die jeweils zweifachen Torschützen John Jairo Mosquera (9./24.) und Karim Benyamina (13./47.) sowie Kenan Sahin (88.) verzückten die 13 162 Zuschauer mit ihren Treffern. Paderborn wehrte sich nach dem frühen 0:3-Rückstand tapfer, trug durch Gaetano Manno (34.), den zweimal erfolgreich Mahir Saglik (44./90.+2) sowie Sören Brandy (85.) zum toreichsten Saisonspiel in der 2. Liga bei.

Aachen weiter erfolglos

Im ersten Spiel nach der Entlassung von Jürgen Seeberger schafften die Aachener auch unter Interimscoach Willi Kronhardt keine Trendwende. Torjäger Mike Terranova bescherte RWO mit seinem Kopfballtor (59.) den dritten Saisonsieg. Bei der Alemannia wird man die Trainersuche nun forcieren. "Das Bestreben ist, dass wir schnell zu einer Lösung kommen", sagte Sportdirektor Andreas Bornemann. "Wir haben einen Kreis, mit dem wir gerne sprechen wollen."

Nach dem rasanten Tempofußball mit vier Toren von Martin Amedick (27.), Sidney Sam (50.), Erik Jendrisek (57.) und Adam Nemec (67.) feierten 31.033 Fans am Freitagabend in Kaiserslautern den vorübergehenden Sprung der "Roten Teufel" an die Tabellenspitze. Nur Trainer Marco Kurz mochte nicht abheben: "Wir haben gut gespielt und verdient gewonnen ­ aber das ist kein Grund, jetzt supereuphorisch zu werden." MSV-Trainer Peter Neururer war nach der höchsten Zweitliga-Auswärtsniederlage der Duisburger seit 1985 restlos bedient. "Das war eine Schande", schimpfte der 54-Jährige.

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