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Fußball-Weltverband:Sepp Blatter will Fifa-Präsident bleiben

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Hat noch nicht genug: Fifa-Boss Sepp Blatter.

(Foto: AFP)
  • Joseph Blatter will trotz der strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn Fifa-Präsident bleiben. Das ließ er über seinen Anwalt verlauten.
  • Uefa-Präsident Michel Platini will vor der Fifa-Ethikkommission aussagen.
  • Beide beteuern, dass eine fragwürdige Zahlung von zwei Millionen Franken an Platini legitim gewesen sei.

Joseph Blatter will trotz der Eröffnung des Strafverfahrens Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa bleiben. Das habe der Schweizer den Fifa-Mitarbeitern erklärt, teilte sein US-Anwalt Richard Cullen mit.

"Präsident Blatter sprach heute zur Fifa-Belegschaft und informierte sie, dass er mit den Behörden kooperiere, wiederholte, dass er nichts Illegales oder Unzulässiges gemacht habe, und erklärte, dass er Präsident der Fifa bleiben werde", hieß es in der Mitteilung.

Platini will vor Ethikkommission aussagen

Am Montag wurde auch bekannt, dass Michel Platini sich der Fifa-Ethikkommission stellen will. In einem Brief an die Mitgliedsverbände des europäischen Verbandes beteuerte der Uefa-Präsident noch einmal, nichts Illegales getan zu haben. "Dieses Einkommen habe ich den zuständigen Behörden vollumfänglich und wie gesetzlich vorgesehen deklariert", hieß es in dem Schreiben.

Platini erklärte erneut, den Betrag von zwei Millionen Schweizer Franken als Angestellter der Fifa von 1998 und 2002 verdient zu haben. " (...) und nachdem erste Teilbeträge bezahlt worden waren, erfolgte im Februar 2011 die Auszahlung des ausstehenden Betrags in der Höhe von zwei Millionen Franken."

"Ich bin mir bewusst, dass diese Ereignisse mein Bild in der Öffentlichkeit und meinen Ruf beeinträchtigen können, und damit auch das Bild der Uefa", so der Franzose weiter. Angesichts der laufenden Ermittlungen müsse er es unterlassen, detaillierte Angaben zu machen. Er sei jedoch keines Fehlverhaltens beschuldigt worden. Auch Blatter stellte nach Angaben seines Anwalts klar, dass die Zahlung von zwei Millionen Franken an Michel Platini legitim sei.

Am Donnerstag hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft das Verfahren gegen Blatter wegen des "Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung" sowie eventuell "wegen Veruntreuung" eröffnet, der Fifa-Boss wurde tags darauf als Beschuldigter vernommen. Platini war als Zeuge befragt worden.

© Süddeutsche.de/sid/dpa/fued
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