Fußball:Markus Merk tritt in Kaiserslautern zurück

Markus Merk

Rücktritt beim 1. FC Kaiserslautern: Markus Merk.

(Foto: dpa)

Der Ex-Schiedsrichter verabschiedet sich beim Drittligisten aus allen Ämtern. Ex-Bayern-Profi Rafinha hat einen neuen Klub. Cacau äußert sich in Rassismus-Debatte.

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Fußball, 1. FC Kaiserslautern: Vorweihnachtliche Überraschung beim - Markus Merk tritt mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern zurück. Merk, der im Dezember 2019 in den Aufsichtsrat und Beirat des viermaligen deutschen Meisters gewählt worden war, sehe nach zwei Jahren das ausgerufene Ziel der wirtschaftlichen und sportlichen Sanierung und Stabilisierung als erreicht an, berichtete die "Rheinpfalz" am Dienstag. Bei der Jahreshauptversammlung des FCK am vergangenen Mittwoch hatte der 59-Jährige aus privaten Gründen gefehlt. Für Merk dürfte Carsten Krick in den Aufsichtsrat des eingetragenen Vereins nachrücken.

Ski alpin, Frauen: Skirennläuferin Mikaela Shiffrin hat beim ersten Riesenslalom im französischen Courchevel ihren 72. Weltcup-Sieg gefeiert. Die US-Amerikanerin unterstrich ihre Ausnahmestellung in einem schwierigen Rennen mit einem Vorsprung von 0,86 Sekunden auf die zweitplatzierte Schwedin Sara Hector. Dritte wurde die Schweizerin Michelle Gisin (+1,08). "Es war ein sehr schwieriger Tag", sagte Shiffrin, "der Kalender ist so eng. Aber ich habe mein bestes Skifahren gezeigt, das ist wirklich unglaublich. Ich bin super glücklich." Mit ihrem 14. Sieg im "Riesen" zog die 26-Jährige in der "ewigen" Bestenliste mit Viktoria Rebensburg auf Rang drei gleich. Die beiden deutschen Starterinnen hatten im WM-Ort von 2023 nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Marlene Schmotz verpasste den zweiten Durchgang knapp, Jessica Hilzinger schied im ersten Lauf aus. Shiffrin hat bereits am Mittwoch die Gelegenheit, ihren siebten Sieg in ihrem Lieblingsort im Weltcup zu holen. Dann findet in Courchevel mit dem zweiten Riesenslalom das letzte Rennen vor Weihnachten statt. In Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (Schweiz), Katharina Liensberger aus Österreich und Ausnahmetalent Alice Robinson (Neuseeland) sind drei Spitzen-Athletinnen nicht am Start - alle wegen positiver Coronatests. Auch mehrere Trainer hat es getroffen.

Fußball, Rafinha: Nach dem Abstieg mit Grêmio Porto Alegre hat der ehemalige Bundesliga-Profi Rafinha einen neuen Club in der ersten brasilianischen Fußball-Liga gefunden. Der FC São Paulo gab die Verpflichtung des 36-Jährigen am Montagabend (Ortszeit) bekannt. Demnach unterschrieb der Rechtsverteidiger einen Vertrag bis 31. Dezember 2022 mit der Option auf Verlängerung um ein Jahr. Rafinha, der von 2011 bis 2019 für den deutschen Rekordmeister FC Bayern München gespielt hatte, kehrte 2019 in seine brasilianische Heimat zu Flamengo Rio de Janeiro zurück. Mit Flamengo gewann er unter anderem die brasilianischer Meisterschaft und die Copa Libertadores, vergleichbar mit der Champions League. Im August 2012 wechselte Rafinha zu Olympiakos Piräus, löste den Vertrag mit dem griechischen Erstligisten aber bereits im Februar 2021 wieder auf, um erneut nach Brasilien zurückzukehren. Im März 2021 verkündete Grêmio ihn als Verstärkung für die Saison 2021, in der der Traditionsklub aus dem Süden des Landes zuletzt in die zweite Liga abstieg. Rafinha kam bei Grêmio auf 43 Einsätze.

Rassismus, Duisburg: Der frühereNationalspieler Cacau spricht sich gegen Spielabbrüche bei einem Rassismusvorfall durch eine Einzelperson aus. "Dadurch würde man einer einzigen Person eine Plattform bieten", sagte der ehemalige Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Gespräch mit Spox und Goal: "Sie würde dann mit ihrer Aktion über Tausend andere Zuschauer bestimmen." Das Drittligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück war nach einer rassistischen Beleidigung gegen VfL-Profi Aaron Opoku am Sonntag abgebrochen worden. Die breite Masse wolle Fußball sehen und "zusammen für den Sport stehen", sagte Cacau: Der Spielabbruch in Duisburg sei eine besondere Situation gewesen, weil "das Opfer dadurch sehr betroffen war". Er sei froh darüber, "wie der Schiedsrichter mit den Spielern umgegangen ist und wie die Fans und Vereine auf die Situation reagiert haben. Das war vorbildlich". Der Schiedsrichter habe "im Sinne des Opfers gehandelt", lobte der 40-Jährige. Duisburg und Osnabrück haben sich gemeinsam für ein Wiederholungsspiel ausgesprochen.

Basketball, NBA: Die Boston Celtics haben das wichtige Heimspiel gegen die Philadelphia 76ers verloren und den Sprung auf einen direkten Playoff-Platz der NBA verpasst. Mit Dennis Schröder in der Startaufstellung unterlag der Rekordmeister am Montagabend (Ortszeit) 103:108. Schröder traf nur drei seiner zehn Würfe und blieb bei insgesamt acht Punkten. Die Celtics stehen bei 15 Siegen und 16 Niederlagen, die Bilanz der 76ers auf Rang sechs der Eastern Conference ist genau umgekehrt. Joel Embiid hatte mit 41 Punkten ein überragendes Spiel für die Mannschaft aus Philadelphia. In der Western Conference zogen die Golden State Warriors an der Tabellenspitze wieder mit den Phoenix Suns gleich. Das Team um Superstar Steph Curry gewann das Heimspiel gegen die Sacramento Kings 113:98. Curry kam auf 30 Punkte, Draymond Green verbuchte mit 16 Zählern, elf Rebounds und zehn Vorlagen ein Triple Double.

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