Fußball - Kaiserslautern:50-Punkte-Ziel: Lautern "heilfroh" über vermiedenen Abstieg

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3. Liga
Die Kaiserslauterer Spieler jubeln nach einem Torschuss. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Kaiserslautern (dpa/lrs) – Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern blickt mal wieder auf ein Jahr voller Höhen und Tiefen zurück. Erst am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison vermieden die Roten Teufel den Abstieg in die Regionalliga. Nach einem holprigen Start in die neue Spielzeit haben die Pfälzer nach der Winterpause aber nun durchaus gute Chancen auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Mitte März dieses Jahres hatten den 1. FC Kaiserslautern in Sachen Klassenerhalt wohl nicht mehr viele auf der Rechnung. Der Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze betrug sieben Punkte, zudem überschatteten Rücktritte in den Vereinsgremien das Geschehen. Doch Trainer Marco Antwerpen schaffte mit seinem Team in einem wahren Endspurt die Wende. In den letzten zehn Saisonspielen kassierte der FCK nur noch eine Niederlage und sicherte doch noch den Ligaverbleib.

"Wir sind natürlich heilfroh, dass wir den Super-GAU abwenden konnten. Das war eine enorme Drucksituation für alle Beteiligten“, sagte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Ein besonderes Lob sprach der 47-Jährige den FCK-Fans aus: "Ohne sie hätten wir es nicht geschafft. Wir hatten ja leider Geisterspiele, aber außerhalb des Platzes wurden wir unheimlich gut unterstützt."

Auch der Start in die aktuelle Saison verlief für den Fritz-Walter-Club im Sommer alles andere als gut. Aus den ersten sieben Partien holte Kaiserslautern nur fünf Punkte und fand sich erneut in der Abstiegszone. Bereits Anfang September war der Druck im Umfeld schon wieder groß. "Da hat man dann gemerkt, dass der Geduldsfaden kurz geworden ist. Das ist aber nur verständlich nach den letzten Jahren, weil der Verein wenig Erfolg hatte", sagte Hengen.

Doch nach einem mit nur neun Mann erkämpften 0:0 im Derby gegen Waldhof Mannheim am 8. Spieltag punkteten die Roten Teufel konstant und arbeiteten sich mit 33 Zählern bis auf Tabellenplatz sechs vor. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt zur Winterpause nur drei Punkte. Über einen möglichen Aufstieg will Hengen aber noch nicht sprechen: "Die Liga ist sehr eng. Wir wissen, dass wir im neuen Jahr gleich hellwach sein müssen und sollten schnellstmöglich die 50 Punkte holen. Desto früher können wir über andere Dinge reden."

Darüber, ob Antwerpen über die Saison hinaus Trainer in Kaiserslautern bleibt, äußerte sich der Geschäftsführer nur vage. "Normalerweise gebe ich Interna nie preis und das halte ich auch weiter so. Ich kann aber verraten, dass es durchaus Konstellationen gibt, in denen der Vertrag von Marco Antwerpen nicht ausläuft", erklärte Hengen, der die Geschäfte des Pfälzer Traditionsclubs seit der Trennung von Soeren Oliver Voigt Ende November alleine führt.

Voigts Aufgaben habe man auf mehrere Schultern verteilt. "Bis jetzt funktioniert das ganz gut und wir werden sehen, was in den nächsten Monaten auf uns zukommt." Die derzeitige gute sportliche Ausgangsposition der Lauterer könnte auch Auswirkungen auf Verhandlungen mit der Stadt Kaiserslautern über eine neue Pacht für das Fritz-Walter-Stadion haben. "Wir sind mit der Stadt in ständigen Gesprächen. Seit ich hier bin, kann ich nicht von einem belasteten Verhältnis reden, sondern muss sagen, dass es ein offener Austausch ist. Es wird zeitnah finale Entscheidungen geben", sagte Hengen.

Überschattet wurde das Jahr beim 1. FC Kaiserslautern vom Tod zweier Vereinslegenden. Im Juni verstarb FCK-Ehrenpräsident Norbert Thines, im Dezember in Horst Eckel der letzte WM-Held von Bern 1954. "Norbert Thines war wie Horst Eckel ein FCKler durch und durch. Die Trauer um beide ist natürlich groß, aber wir sind auch stolz, dass wir solche Persönlichkeiten im Verein hatten", erklärte Hengen.

© dpa-infocom, dpa:211223-99-487603/3

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