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Fußball-Bundesliga:Ein dritter Hamburger Treffer wird nicht gegeben

Zwei weitere erstklassige Chancen ließ der Gabuner allein in diesem ersten Drittel der Partie noch aus, aber gleich nach Wiederbeginn legte er nach. Das nächste Problem der Hamburger Defensive war diesmal ein vereintes Missverständnis von Djourou und Manndecker Emir Spahic - Zuspiel Pulisic, Schuss Aubameyang, 0:4 nach 48 Minuten. Gisdol setzte sich bald frustriert auf die Bank, neben der ein Uwe Seeler aus Pappe stand.

Tuchel dagegen konnte Nationalspieler wie Mario Götze, André Schürrle und Julian Weigl ausruhen lassen, Verletzte wie Marco Reus und Sven Bender kamen eh nicht ins Aufgebot. Es reichte in dieser Besetzung lässig für den HSV. Obwohl sich die Hausherren am Ende zumindest Mühe gaben, sich nicht komplett zu blamieren.

Müllers 1:4 war das erste HSV-Tor nach 737 Spielminuten, nach dem 1:5 von Ousmane Dembélé ließ er mit einem strammen Schuss das 2:5 folgen. Ein weiterer Treffer von Michael Gregoritsch wurde wegen vermeintlichen Fouls aberkennt, doch zumindest kam kurz Stimmung in die Arena. In der zweiten Halbzeit sei es wenigstens gelungen, sich nicht vorführen zu lassen und dagegen zu halten, lobte Gisdol. Man habe diese zweite Halbzeit nicht verlieren wollen, erläuterte der Doppeltorschütze Müller, aber der Anfang sei grausig gewesen, "unverständlich."

Man brauche auch mal Glück, um freier aufzuspielen, gab Djourou zu bedenken. So ähnliche Sätze sind immer wieder zu hören. Woche für Woche mache ein anderer Fehler, stellte Gisdol fest, er könne trotzdem keinem den Kopf abreißen. Die Pfiffe verstehe er auch, "aber das hilft uns überhaupt nichts". Wie gefiel das alles Uwe Seeler, dem treuen, bescheidenen, jetzt 80-jährigen Ehrenbürger? "Den Geburtstag lasse ich mir nicht verderben", sagte er. "Außer Uwe könnt ihr alle gehen", sangen einige Fans, das passt sicher nicht so gut auf seine Schallplatte.