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Fünf Fakten über Griechenland:Erben des Rehhagel'schen Betonfußballs

Minimalismus in der Qualifikation, ein Trainer mit eigensinnigem Verständnis von Mathematik und ein Eröffnungsspiel der traurigen Rekorde. Fünf Fakten, die Sie über das griechische Team vor dem heutigen Spiel gegen Tschechien noch nicht wissen.

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Minimalismus in der Qualifikation, ein Trainer mit eigensinnigem Verständnis von Mathematik und ein Eröffnungsspiel der traurigen Rekorde. Fünf Fakten, die Sie über das griechische Team noch nicht wissen.

24 Punkte aus zehn Spielen - die Griechen lieferten eine der besten EM-Qualifikationen aller Nationen ab. Gut, sie schossen in diesen zehn Spielen gerade einmal 14 Tore (das Bild zeigt Gekas' 2:0 im entscheidenden Spiel gegen Kroatien), was keine sonderlich gute Quote ist. Griechenland bekam jedoch auch nur neun Gegentore - was wiederum ziemlich gut ist. So schickten sie die Kroaten in die Playoffs und konnten sich frühzeitig auf die EM freuen. Wo doch jeder dachte, dass nach dem Abschied von Otto Rehhagel alles vorbei ist.

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Im zarten Alter von 65 Jahren führte Otto Rehhagel die Griechen 2004 zum Titel. In Deutschland hatten ihn da viele längst abgeschrieben. 2008 war er mit mehr als 69 Jahren der drittälteste Trainer, der je an einer Europameisterschaft teilgenommen hat, knapp hinter dem Kroaten Otto Baric 2004 und Luis Aragonés, der die Spanier 2008 zum Titel führte. In diesem Jahr brach ein Mann diese Rekorde, der wie Rehhagel einst die Bayern trainierte: Der 73-jährige Giovanni Trapattoni coacht Irland.

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Auf den Deutschen folgte ein Portugiese: Fernando Santos trainiert Griechenland. Mit ihm hat die Fußballschule aus Porto, die schon José Mourinho und André Vilas-Boas hervorgebracht hat, Einzug in der griechischen Nationalmannschaft gehalten. Doch Santos hat Otto Rehhagels Betonfußball und  sein "Modern ist, wer gewinnt"-Mantra nicht aus der griechischen Mannschaft verbannt. Das Eröffnungsspiel gegen Polen war mit 38 Fouls und zwei Platzverweisen das bisher härteste Spiel mit den wenigsten Torschüsse (6) aller EM-Spiele 2012.

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Im letzten Gruppenspiel muss Griechenland gegen Russland antreten. Das hat Tradition: Schon bei den Europameisterschaften 2004 und 2008 kam es in der Vorrunde zu diesem Duell - zweimal verlor die Mannschaft des damaligen Trainers Otto Rehhagel. Und nach dem Auftritt der Russen gegen Tschechien (4:1) können die Griechen in ihrer derzeitigen Verfassung kaum damit rechnen, in der Partie etwas zu holen. Da mutet es schon ein wenig verwunderlich an, wenn Trainer Fernando Santos auf der Pressekonferenz vor dem Match sagt: "Wenn wir schon nicht gewinnen können, sollten wir es vermeiden zu verlieren." Vielleicht erklärt er ja nach dem Spiel, wie er sich mit drei Punkten für das Viertelfinale qualifizieren will.

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Der Sieg im WM-Finale 2004 über Portugal trägt bis heute zum Selbstbewusstsein der griechischen Mannschaft bei. Mindestens genauso wichtig sind die Veteranen, die damals den Titel holten: Kostas Katsouranis und Kapitän Giorgos Karagounis (im Bild links) sind nach wie vor die wichtigsten Akteure im Team. Sie leiten junge Spieler wie den Bremer Sokratis Papastathopoulos an. Auch die jetzige Nummer 1, Konstantinos Chalkias, war 2004 als Ersatztorhüter dabei. Der älteste Feldspieler bei dieser EM ist jedoch kein Veteran: Der 36-jährige Stürmer Nikos Liberopoulos hat in den vergangenen zehn Jahren immer mal wieder für Griechenland gespielt. Aber 2004 war er nicht dabei.

© SZ.de/jab/ebc/holz
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