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French Open - Matches des Tages:Irrwitz im Nieselregen

Zwei epische Duelle: Tsonga setzt den Weltranglistenersten Djokovic unter Druck und Federer muss gegen Del Potro sein bestes Tennis spielen - das reicht zeitweise aber nicht. Und das dann auch noch gleichzeitig.

Milan Pavlovic, Paris

Matches des Tages: Roger Federer (Schweiz/3) - Juan Martin Del Potro (Argentinien/9) 3:6, 6:7 (4), 6:2, 6:0, 6:3 und Novak Djokovic (Serbien/1) - Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich/5) 6:1, 5:7, 5:7, 7:6 (6), 6:1

Roger Federer nach dem Match - zunächst hatte Del Potro geführt.

(Foto: AP)

Geschichte variiert sich gerne im Tennis, manchmal innerhalb von zwei Tagen. Am Sonntag hatten sich Roger Federer und Novak Djokovic fast gleichzeitig mit größten Anstrengungen durchs Achtelfinale gekämpft. Am Dienstag wurden sie erneut in epische Duelle verstrickt - und diesmal absolut parallel. Auf dem Court Central wurde Djokovic von Jo-Wilfried Tsonga herausgefordert. Auf dem langsamen, zweitgrößten Platz begann Federer kurz danach gegen den am Knie verletzten, aber dennoch bärenstarken Argentinier Juan Martin Del Potro.

Die Franzosen rechneten sich einiges für ihrem Heimfavoriten Tsonga aus, da Djokovic in diesem Turnier nicht überzeugt hatte, nicht in den ersten Runden und erst recht nicht im Achtelfinale, als er gegen Andreas Seppi erst nach 0:2-Satzrückstand gewann. Gegen Tsonga allerdings legt er vor, als hätte er zur Form von 2011 zurückgefunden, als er drei von vier Grand-Slam-Turnieren gewann. Nach wenigen Minuten steht es 6:1.

Genau anders herum geht es rund 250 Meter entfernt zu: Federer erwischt einen miserablen Start, während Del Potro auf dem Weg zum 6:3 eine Serie von fabelhaften Gewinnschlägen gelingt. Nebenan zieht Djokovic unbeirrt davon, führt bald 3:1. Federer gelingt ein Break zum 3:2, doch danach steht der Schweizer so lange neben sich, dass Del Potro sogleich das Rebreak gelingt.

Auf dem Court Central schafft Tsonga derweil unverhofft das Comeback. Und nimmt Djokovic das Service zum Satzgewinn ab. Der Serbe fällt in längst vergessen gewähnte Muster zurück: Er ist im falschen Moment forsch oder zurückhaltend, wählt für Volleys oder Passierbälle die falsche Seite - und verschenkt seine hart erarbeiteten Vorteile.

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