Formel 1 in SilverstoneRäikkönen übt Rallycross am Brückenpfeiler

Kimi Räikkönen rammt alles, was ihm in die Quere kommt. Lewis Hamilton siegt mit der Mentaltaktik von Muhammad Ali. Und nach 22 Jahren sitzt wieder eine Frau am Steuer in der Formel 1. Die Zehn Zylinder vom Rennen in Silverstone.

Formel 1 in Silverstone – Lewis Hamilton

Kimi Räikkönen rammt alles, was ihm in die Quere kommt. Lewis Hamilton siegt mit der Mentaltaktik von Muhammad Ali. Und nach 22 Jahren sitzt wieder eine Frau am Steuer in der Formel 1. Die Zehn Zylinder vom Rennen in Silverstone.

Lewis Hamilton: Reiche Jungs, die sind sein Feindbild. (Und nein, er sagt nicht, dass er damit auch seinen Teamkollegen Nico Rosberg meint.) Beim Heimat-Grand-Prix schläft er zu Hause, im Londoner Norden. Da ist er aufgewachsen, praktisch auf der Straße. Aber jetzt landet der mächtige Helikopter in Papas Garten. Eine zerrissene Persönlichkeit? Nein, einfach nur: Lewis Hamilton. Samstags ein Häufchen Elend, nachdem er die Pole-Position an den Erzrivalen verschenkt hatte. Sonntags der von 100.000 Fans gefeierte Sieger bei seinem Heim-Grand-Prix. Und der Mann, der die WM wieder spannend macht. Mit einer Mentaltaktik, die er sich von Muhammad Ali abgeguckt hat. Und dem puren Hohn für die Siegertrophäe des Rennsponsors, die gleich auseinanderfiel. Er tauschte sie gegen einen fetten Goldpokal. Sah aber irgendwie neureich aus.

Bild: REUTERS 7. Juli 2014, 10:332014-07-07 10:33:10 © SZ.de/bero/rus