Premier League:Chelsea dreht das Derby, Liverpool zittert sich zum Sieg

Premier League: Liverpool und Trainer Jürgen Klopp haben in der laufenden Saison bislang 55 der 57 möglichen Punkte geholt.

Liverpool und Trainer Jürgen Klopp haben in der laufenden Saison bislang 55 der 57 möglichen Punkte geholt.

(Foto: AFP)
  • Chelsea gewinnt das Londoner Stadt-Derby gegen Arsenal dank zweier später Tore mit 2:1.
  • Auch Liverpool gewinnt zum Jahresende gegen Wolverhampton - aber denkbar knapp.

Der FC Chelsea hat das Londoner Derby gegen den FC Arsenal durch zwei späte Treffer doch noch für sich entschieden. Zwar gingen die Gastgeber beim Heimdebüt des Arsenal-Trainers Mikel Arteta durch ein Tor des früheren Dortmunder Stürmers Pierre-Emerick Aubameyang nach einer Ecke von Mesut Özil zunächst in Führung (13. Minute). Nach einem Patzer von Torhüter Bernd Leno sorgte Jorginho (83.) jedoch für den Ausgleich. Nur vier Minuten später drehte dann Tammy Abraham (87.) mit ein bisschen Glück die Partie. Chelsea bleibt Tabellen-Vierter, Arsenal fällt auf Platz zwölf zurück.

Beim zweiten Auftritt des FC Arsenal unter dem neuen Coach Arteta war die Handschrift des Spaniers über weite Strecken der Partie deutlich erkennbar: Arsenal agierte aggressiver und hatte mit Özil einen klugen Spielgestalter, der sich viel vorgenommen hatte. Der zuletzt häufig kritisierte Ex-Nationalspieler leitete auch die Führung ein: Seine Ecke köpfte nach Verlängerung von Calum Chambers Torjäger Aubameyang zum 1:0 ins Netz.

Stadt-Rivale Chelsea kam im zweiten Abschnitt der Partie jedoch deutlich besser ins Spiel, dominierte später teilweise sogar das Match - und wurde belohnt: Ein schlimmer Fehler von Leno, der an einer Freistoß-Flanke vorbei sprang, drückte Jorginho über die Linie. Abraham sorgte nur vier Minuten später für die Entscheidung.

Liverpool ist seit fast einem Jahr in der Liga ohne Niederlage

Auch der FC Liverpool hat mit Trainer Jürgen Klopp das Jahr 2019 mit einem Sieg beendet und strebt in der englischen Premier League weiter unaufhaltsam dem Titel entgegen. Die Reds siegten gegen das Überraschungsteam Wolverhampton Wanderers auch dank zweier Videobeweisentscheidungen 1:0 (1:0). Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Leicester City beträgt nun 13 Punkte, dazu hat der Champions-League-Sieger ein Spiel weniger absolviert.

Für die Gastgeber traf Sadio Mane (42.) zum 1:0. Das Tor war zunächst wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht anerkannt worden. Erst nach Konsultation der Videobilder zählte der Treffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit jubelte Wolverhampton, das am Freitag Meister Manchester City 3:2 besiegt hatte, über den vermeintlichen Ausgleich. Doch das Tor wurde nach Auswertung der Fernsehbilder wegen einer Abseitsposition nicht gegeben.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste stärker. Nach einem Fehler von Abwehrchef Virgil van Dijk parierte Keeper Alisson einen Schuss von Diogo Jota. Die Gastgeber kamen dagegen kaum zu Abschlüssen und spielten ihre Gelegenheiten zu umständlich aus. In der Endphase musste Liverpool dann noch einmal zittern: Das Team hatte sich zu lange auf dem knappen 1:0 ausgeruht, die Gäste drängten auf den Ausgleich. Letztlich brachte das Klopp-Team den Sieg aber ins Ziel.

Nach dem Erfolg gegen Wolverhampton ist Liverpool, das in dieser Saison bisher 55 der 57 möglichen Punkte holte, nun seit fast einem Jahr in der Liga ohne Niederlage. Das letzte Mal verlor die Mannschaft am 3. Januar 2019 (1:2 bei Manchester City).

100. Sieg für Guardiola

Manchester City festigte den dritten Tabellenplatz durch das knappe 2:0 (0:0) gegen Sheffield United. Damit beendetenn die Citizens das Fußball-Jahr 2019 mit 41 Zählern hinter dem Spitzenduo Liverpool (55 Punkte) und Leicester City (42) sowie vor dem FC Chelsea (35). Der Argentinier Sergio Agüero (52. Minute) und der frühere Bundesliga-Profi Kevin De Bruyne (82.) trafen für die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola, der seinen 100. Sieg im 134. Premier-League-Match feiern durfte.

Die Elf des früheren Bayern-Trainers hatte mit dem Überraschungs-Aufsteiger lange Zeit große Probleme. Sheffield hatte De Bruyne meist gut unter Kontrolle und konterte zudem immer wieder gefährlich. City hatte sogar Glück: Das vermeintliche 0:1 durch Lys Mousset annullierte der Video-Assistent (29.) wegen einer Abseitsstellung. Kurz vor der Pause vergab Mousset erneut frei vor Ersatzkeeper Claudio Bravo (40.). In der zweiten Halbzeit kam Man City mit mehr Druck aus der Kabine. Einen klugen Pass von De Bruyne verwandelte Torjäger Agüero mit seinem zehnten Saisontreffer zur etwas glücklichen Führung. Acht Minuten vor dem Ende schloss der Ex-Wolfsburger De Bruyne eine schöne Einzelleistung zum 2:0-Endstand ab.

Zur SZ-Startseite
Leicester City - FC Liverpool

MeinungJürgen Klopps Team
:Die Walze Liverpool

Keine andere Elf auf dem Planeten variiert derzeit so clever und ruhig ihr Tempo. Und das, obwohl ihr Trainer diese Ruhe oft nicht ausstrahlt - und sogar Parallelen zu Boris Johnson aufweist.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB