bedeckt München 17°

FC Bayern:Zugang für die Zukunft

Der nächste Zugang des FC Bayern ist kein Starkicker, er kostet auch keine Millionen: BayernLB-Vorstand Jan-Christian Dreesen ersetzt ab 2013 den scheidenden Finanzchef Karl Hopfner. Von Dreesen wird maßgeblich abhängen, ob der FC Bayern das deutsche Schwergewicht im Fußball bleibt.

Der FC Bayern hat zuletzt wieder groß eingekauft. Dante für die Abwehr, Shaqiri fürs Mittelfeld, Mandzukic für den Sturm, für insgesamt fast 30 Millionen Euro Ablöse. Und dann holten die Münchner noch den spanischen Nationalspieler Martínez, 40 Millionen Euro zahlten die Münchner für den Basken. Rekord.

FC Schalke 04 v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Hört 2013 auf: Finanzchef Karl Hopfner (re.). Sein Nachfolger wird Jan-Christian Dreesen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der nächste Zugang des Großklubs, der endlich wieder deutscher Meister werden will, ist kein Starkicker, er kostet auch keine Millionen. Dennoch wird er eine wichtige Rolle spielen. Denn von ihm wird maßgeblich abhängen, ob der FC Bayern das Potenzial behält, langfristig das deutsche Schwergewicht im Fußball zu bleiben.

Jan-Christian Dreesen wird sich um die Finanzen kümmern - er folgt ab Januar auf Karl Hopfner, der seit 1983 im Amt ist und Ende dieses Jahres in den Ruhestand geht. Die Bayern werden die Personalie nach Informationen der Süddeutschen Zeitung bereits in den nächsten Tagen veröffentlichen.

Dreesen, ein gebürtiger Ostfriese, kommt von der Bayerischen Landesbank, deren Vorstand er angehört. Und bevor die Fans aufschreien, weil die Landesbank doch jenes Geldinstitut ist, das in den vergangenen Jahren mit Skandalen unrühmlich von sich reden gemacht und den Freistaat zehn Milliarden Euro gekostet hat, sei gesagt: Damit hat Dreesen nichts zu tun.

Der gelernte Betriebswirt ist erst 2009 zur BayernLB geholt worden, als die Milliarden schon weg waren und es darum ging, die Staatsbank zu sanieren und neu auszurichten. Inzwischen macht das weiß-blaue Finanzinstitut wieder Gewinne, wenn auch in bescheidenem Umfang, und Dreesen trägt seinen Teil dazu bei.

Der 45-jährige Banker aus Aurich in Niedersachsen betreut das Geschäft mit Firmen- und Privatkunden. In der Finanzbranche heißt es, Dreesen verbringe anders als frühere Vorstände nicht die meiste Zeit im Büro, er lebe "nicht im Elfenbeinturm", sondern sei "sehr nah am Kunden dran". Das dürfte ihn auch, neben anderen Eigenschaften, für den Job beim FC Bayern qualifizieren.

Einzelkritik FC Bayern

Neue Spieler in launiger Umgebung