FC Bayern in der Einzelkritik:Heynckes' Rotations-Tralala verwirrt Robben

Der Niederländer muss sich an die vielen neuen Mitspieler gewöhnen. Franck Ribéry rotiert sich fast selbst heraus und Thomas Müller wurschtelt lieber von Beginn an. Der FC Bayern in der Einzelkritik.

Von Carsten Scheele, Wolfsburg

1 / 12

Sven Ulreich

Sven Ulreich

Quelle: Bernd Thissen/dpa

Hat gleich zu Beginn ein Manuel-Neuer-Gegentor kassiert. Eben eines, bei dem die Leute sagen werden: "Na, der Manu hätte den aber gehabt." Ein Kopfball von Didavi ins kurze Eck, Ulreich faustete daneben. Hielt sich danach aber schadlos.

(Archivbild)

2 / 12

Rafinha

-

Quelle: AFP

Stand bei Heynckes' lustigem Rotations-Tralala in der Startelf. Weiß damit, dass er beim Champions-League-Achtelfinale am Dienstag gegen Istanbul auf der Bank sitzen wird. Rafinha nutzte sein Gastspiel für Nickligkeiten auf der rechten Außenbahn, bis ihm Referee Sascha Stegemann mitteilte, Rafinha könne nun bitte mal die Klappe halten. Anschließend pflegeleichter.

3 / 12

Javi Martínez

-

Quelle: AFP

Probierte einen Sitz-Fallrückzieher im Wolfsburger Fünfmeterraum. Hielt es nur schwer hinten aus, tauchte ab und zu in der Sturmspitze neben Sandro Wagner auf. Gefährlichste Aktion blieb aber besagter Sitz-Fallrückzieher.

4 / 12

Niklas Süle

VfL Wolfsburg - Bayern München

Quelle: Peter Steffen/dpa

Mit der Aufgabe betraut, Boateng und Hummels 90 Minuten Kurzurlaub zu verschaffen. Machte dies prima: Boateng und Hummels mussten nicht eingewechselt werden.

5 / 12

Juan Bernat

Bundesliga - VfL Wolfsburg vs Bayern Munich

Quelle: REUTERS

Vermutlich zu klein, um Didavis Kopfballtreffer zu verhindern. Hätte es aber auch mit Hochspringen versuchen können. Anschließend mit Problemchen auf der Außenbahn. Ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz vielleicht wird gegen Istanbul wieder Alaba spielen. Vielleicht.

6 / 12

Sebastian Rudy

VfL Wolfsburg - Bayern München

Quelle: dpa

Setzte seinen Freistoß, direkt geschossen vom Strafraumeck, sehr hoch über das Wolfsburger Tor. Wurde im Stadion danach ein bisschen ausgelacht. Anschließend bemüht, den Vidal zu geben. Ist aber wirklich kein Vidal.

7 / 12

Corentin Tolisso

VfL Wolfsburg - Bayern München

Quelle: dpa

Hatte zwei prägende Aktionen. Vergab zunächst völlig freistehend per Volley (Casteels fing den Schuss sogar). Holte dann immerhin den Elfmeter heraus. Rotiert gegen Istanbul vermutlich wieder raus.

8 / 12

Arjen Robben

Arjen Robben

Quelle: dpa

Von der Rotation befreit, weil Heynckes natürlich weiß, dass Bank-Nachmittage dem Seelenfrieden des Niederländers arg zusetzen. Robben stürmte emsig, wunderte sich aber, dass das Spiel mit den neuen Kollegen einfach nicht flutschen wollte. Suchte Müller, fand bloß Rudy. War igendwann so verwirrt, dass er sogar seinen Elfmeter vergab. Überließ den zweiten lieber Lewandowski.

9 / 12

Thiago

VfL Wolfsburg - Bayern München

Quelle: dpa

Hatte drei Monate wegen einer Muskelverletzung gefehlt. Braucht vermutlich mehr als einen Experimentiernachmittag umringt von Kollegen, die so noch nie zusammengespielt haben, um wieder der Alte zu werden. In der 62. Minute ausgewechselt.

10 / 12

Franck Ribéry

Bundesliga - VfL Wolfsburg vs Bayern Munich

Quelle: REUTERS

Hätte sich fast selbst aus dem Spiel rotiert, als er Wolfsburgs Steffen mit einem Rückwärtsschlag zu Boden schickte. Brachte damit ganz Wolfsburg gegen sich auf, mit Gelb nach Videobeweis gut bedient. Spielte anschließend den besten Pass des gesamten Spiels auf Robben, der allerdings im Abseits stand.

11 / 12

Sandro Wagner

Bundesliga - VfL Wolfsburg vs Bayern Munich

Quelle: REUTERS

Durfte als bekanntester Backup-Stürmer des Landes beim großen Rotations-Tralala nicht fehlen. Ganz klar der engagierteste Mann auf dem Platz. Hatte sich seinen Kopfballtreffer ehrlich verdient. Es hätten aber auch zwei oder drei werden können.

12 / 12

Thomas Müller, David Alaba, Robert Lewandowski

Bundesliga - VfL Wolfsburg vs Bayern Munich

Quelle: REUTERS

Thomas Müller: Kam nach einer Stunde für Thiago. Ist vermutlich effektiver, wenn er von Beginn an mitwurschteln darf.

David Alaba: Kam nach 65 Minuten für Ribéry. Verstand sich mit den Wolfsburgern besser als der Franzose.

Robert Lewandowski: Kam kurz vor Schluss für Wagner. Fand die ganze Rotiererei vermutlich arg überflüssig. Verkniff sich den Siegtreffer natürlich trotzdem nicht.

© SZ.de/tbr
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema