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Hansi Flick:"Ich versuche, das Ganze im Sinne des Vereins zu lösen"

Bundesliga: Hansi Flick vor dem Spiel RB Leipzig gegen den FC Bayern München

Hansi Flick.

(Foto: Getty Images)

In der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union äußert sich Hansi Flick erneut zu den internen Debatten beim FC Bayern. In Zukunft will er das aber ausdrücklich nicht mehr tun.

Trainer Hansi Flick hat sich erneut zu den Debatten und Unstimmigkeiten rund um den FC Bayern geäußert - will das aber künftig nicht mehr tun. "Ich versuche das Ganze so zu lösen oder so zusammenzuarbeiten, dass es im Sinne des Vereins ist. Was ansonsten an Störfeuern kommt, das kommt nicht von mir und ich werde mich dazu auch in Zukunft nicht mehr äußern", sagte Flick am Freitag in München.

Nach dem Champions-League-Spiel gegen Paris sagte Flick, er müsse als Trainer auch mal "schauspielern". Kontext war die Frage, wie er die Verkündung des Abschieds von Jérôme Boateng durch Sportvorstand Hasan Salihamidzic unmittelbar vor dem Spiel fand. Angesprochen auf ein Machtwort von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der in der Bild von der sportlichen Führung aus Flick und Salihamidzic eine harmonische, loyale und professionelle Zusammenarbeit eingefordert hatte, sagte Flick: "Nächste Frage." In dieser oder ähnlicher Form wolle er in Zukunft stets antworten, wenn die Fragen zu sehr auf außersportliche Dinge abzielten. So antwortete er etwa auch auf die Frage, ob er seinen Vertrag beim FC Bayern erfüllen wolle. Flick gilt als Kandidat beim DFB für den Bundestrainerposten.

Trotzdem sagte Flick auch: "Wir hatten im letzten Jahr eine Mannschaft, die - und das weiß jeder und da wird mir jeder zustimmen - qualitativ besser war als die Mannschaft dieses Jahr." Dennoch führe man die Bundesliga-Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung an und habe auch in der Champions League bei besserer Effizienz Chancen auf das Weiterkommen. Die Leistung aus dem Hinspiel mache trotz des 2:3 "Mut für das Rückspiel, auch wenn die Ausgangssituation nicht ganz so einfach ist", sagte der 56-Jährige.

Er habe sicher auch eine "Teilschuld" an den außersportlichen Debatten, räumte Flick ein. Aber seitdem er in einer früheren Pressekonfernenz die Unstimmigkeiten mit Salihamidzic für beendet erklärt habe, gehe er fokussiert in die Zukunft. Er habe so eine "geile Mannschaft", mit der es "so viel Spaß" mache, dass diese ein solches Vorgehen verdiene, sagte Flick.

Er spüre, dass die Mannschaft ihm und dem Trainerstab gegenüber "absolut loyal" sei, sagte Flick. Für deren jüngsten Auftritt gegen Paris habe er viel Lob von Kollegen kommen: Dieser sei eine "absolute Inspiration" gewesen.

© SZ.de/dpa/schm/tbr
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