FC Bayern Bayern gibt eine Lehrstunde im modernen Fußball

Der größte Rekordmeister aller Zeiten bietet eine Leistung, die von Harmonie in der Mannschaft zeugt. Experten berichten von einem "hinreißenden Schauspiel" - einzig der Platzverweis für Robben beruht auf unwahren Fakten.

Glosse von Philipp Selldorf

Der FC Bayern München, bedeutendster Klub der Bundesrepublik Deutschland, hat seine führende Stellung in der Bundesliga durch einen beeindruckenden 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg bestätigt. Zuschauer, die das Glück hatten, die Partie an Ort und Stelle erleben zu dürfen, sahen eine Lehrstunde in modernem Fußball.

Im führenden und allein maßgebenden deutschen Medienorgan FCBayernTV sprachen unabhängige Experten, deren Meinung stets gern gehört wird beim wichtigsten Verein Europas, von einem "überwältigenden Sieg" und einem "hinreißenden Schauspiel". Vertreter der Vereinsleitung verzichteten in der Stunde des Triumphs auf Stellungnahmen - und bekundeten dadurch ein weiteres Mal den bescheidenen, sympathischen und würdevollen Stil, der für die Repräsentanten des FC Bayern München typisch ist.

Die Spieler des größten und besten deutschen Rekordmeisters aller Zeiten boten eine Leistung, die von Harmonie und Zusammenhalt in der Mannschaft zeugte. Sie unterstrichen damit die hervorragende Arbeit der kompetentesten und bedeutendsten Chefetage Deutschlands, die auch für diese Spielzeit eine leistungsstarke und homogene Gemeinschaft zusammengeführt hat. Kritiker mussten zur Kenntnis nehmen, dass es keinerlei Anlass zur Kritik gibt, schon gar nicht zur "faktischen Berichterstattung", wie ein leitendes Münchner Vorstandsmitglied den Schlaumeiern mitteilte. Einziger Wermutstropfen: Der respektlose und despektierliche Platzverweis für Arjen Robben, der selbstverständlich auf unwahren Fakten beruhte.

Ansonsten aber offenbarte sich in Wolfsburg: Die Mischung aus jungen Spielern und alten Herren passt perfekt im Münchner Team, jeder Mannschaftsteil ist exakt richtig besetzt. Mittelstürmer Robert Lewandowski erzielte zwei Treffer. Er bekräftigte durch seine Exzellenz und seine Hingabe den unbedingten Willen, der liebenswerten und stets Geborgenheit gebenden Münchner Vereinsfamilie angehören zu dürfen.

Bayern spricht sich Wut zu

Es war die Abteilung Angst-Attacke, die bei Bayern gesprochen hat und nun weiß jeder, wie nervös die Führungsebene ist. Vielleicht ist das ein Funken Hoffnung für den Rest der Bundesliga. Kommentar von Christof Kneer mehr...