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FC Bayern:Deutliche Worte von Salihamidzic an Alaba

FC Bayern: David Alaba im Champions-League-Halbfinale 2020 gegen Olympique Lyon

Verlängert David Alaba beim FC Bayern oder nicht?

(Foto: Reuters)

Der Sportvorstand macht klar, wo er David Alaba in der "Geldrangliste" des FC Bayern sieht - und zwar hinter Robert Lewandowski und Manuel Neuer.

Es ist der nächste Akt im Schauspiel, das Triple-Gewinner FC Bayern gerade um die mögliche Vertragsverlängerung von David Alaba aufführt. Nun hat Sportvorstand Hasan Salihamidzic die jünsten Äußerungen aus dem Lager des Österreichers bewertet und Alaba öffentlich seinen Platz in der "Geldrangliste" der Münchner vor Augen geführt.

"Beim FC Bayern gibt es eine sportliche und finanzielle Obergrenze: Robert Lewandowski und Manuel Neuer", sagte Salihamidzic dem Kicker und legte Alaba nahe: "Ich denke nicht, dass David selbst glaubt, er stünde über diesen zwei Kollegen."

Der Sportvorstand machte klar, dass der Rekordmeister auch im Fall Alabas während der Corona-Krise wirtschaftlich konservativ agieren wird. "Verrücktheiten, wie er das vielleicht aus anderen Klubs kennt, werden wir nicht machen", sagte Salihamidzic: "Und schon gar nicht in einer Zeit, in der Umsätze und Gewinne einbrechen, im Fußball wie überall im Wirtschaftsleben."

"Jeder möchte, dass David bleibt", sagt Salihamidzic

Am Dienstag hatte Alaba, 28, in der Bild noch gebeten: "Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird." Angeblich will der Abwehrspieler, dessen Vertrag bis 2021 läuft, im Falle einer Verlängerung 25 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Das hat zuletzt vor allem Uli Hoeneß verärgert. Der Ehrenpräsident bezeichnete Alabas Berater Pini Zahavi als "geldgierigen Piranha".

Diese Sprüche von Hoeneß haben intern bei den Bayern kritische Reaktionen hervorgerufen. "Ich glaube nicht, dass wir das gebraucht haben", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei Spox und DAZN: "Ich kann mich nur wiederholen: Verhandlungen müssen meiner Erfahrung nach diskret und vertrauensvoll geführt werden. Erst wenn man ein finales Ergebnis hat, sollte man damit an die Öffentlichkeit gehen."

Zuvor hatte bereits Stefan Effenberg bei t-online über Hoeneß gesagt: "Sein Verhalten erleichtert die Situation natürlich in keinster Weise." In Richtung von Alaba sagte Effenberg: "Als Spieler muss ich doch wissen: Will ich bei meinem Verein bleiben und verlängern? Will ich den Verein verlassen - und das am liebsten heute? Oder will ich meinen Vertrag erfüllen und dann noch mal etwas Neues ausprobieren?" Anscheinend gehe es Alaba "gar nicht um zwei, drei Millionen Euro Jahresgehalt, sondern um Respekt und Wertschätzung".

Dazu sagte Salihamidzic dem Kicker: "Wertschätzung ist im Übermaß vorhanden. Jeder möchte, dass David bleibt. Fakt ist, er hat unser attraktives Angebot wiederholt abgelehnt, trotzdem versuchen wir noch, ihn zu überzeugen." Mehr Geld will der Klub seinem Spieler allerdings nicht anbieten.

© SZ.de/sid/dpa/ebc
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Von Christof Kneer

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