Europa und Conference League:Leverkusen schafft 4:0 gegen Betis Sevilla

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Europa und Conference League: Leverkusens Stürmer Florian Wirtz beim Abschluss.

Leverkusens Stürmer Florian Wirtz beim Abschluss.

(Foto: Ina Fassbender/AFP)

Eintracht Frankfurt besiegt Olympiakos Piräus und hat beste Chancen auf den Gruppensieg. In der Conference League verliert Union Berlin in einem Spiel mit zwei Platzverweisen gegen Rotterdam.

Auch dank eines Doppelpacks von Flügelspieler Moussa Diaby ist das Achtelfinale der Europa League für Bayer Leverkusen zum Greifen nah. Die Werkself setzte sich im Spitzenspiel der Gruppe G gegen Verfolger Betis Sevilla mit 4:0 (1:0) durch und verschaffte sich an der Tabellenspitze einen Drei-Punkte-Puffer auf Sevilla. Mit einem Sieg gegen Celtic Glasgow (25. November) kann die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane die Runde der letzten 16 vorzeitig klarmachen.

Diaby (42./52.) krönte seine starke Leistung vor mehr als 15 000 Zuschauern mit den beiden Treffern, die weiteren Tore erzielten Florian Wirtz (86.) und Nadiem Amiri (90.). Der Tabellenerste geht durch die Verkleinerung des Teilnehmerfeldes in der Europa League den "Absteigern" der Champions League in der Zwischenrunde aus dem Weg und zieht direkt ins Achtelfinale ein. "Wir konzentrieren uns auf unsere Leistungen und rechnen nicht. Natürlich ist es unser Ziel, die Tabellenspitze zu verteidigen. Wir haben die letzten Partien analysiert und Ansätze gefunden, unseren Auftritt zu verbessern", hatte Seoane nach zuletzt fünf Pflichtspielen ohne Sieg vor dem Spiel gesagt.

Der Schweizer ließ den angeschlagenen Mittelstürmer Lucas Alario zunächst auf der Bank, als Spitzen bot er notgedrungen den 21 Jahre alten Amine Adli und Jungstar Wirtz auf. In Patrick Schick (Bänderriss im Sprunggelenk) fehlt der zweite etatmäßige Mittelstürmer langfristig. In einer ansehnlichen Anfangsphase setzte Leverkusen deutlich mehr offensive Akzente. Nach dem ersten harmlosen Abschluss von Borja Iglesias, den Bayer-Kapitän Lukas Hradecky sicher festhielt, hatten die Gastgeber einige Möglichkeiten. Erst schloss Wirtz zu zentral ab (8.), dann hatte Betis-Keeper Rui Silva keine Probleme mit einem Schuss von Diaby (13.), den Wirtz schön in Szene gesetzt hatte.

Die Führung verhinderte der Ex-Dortmunder Marc Bartra mit einer Rettungsaktion kurz vor der Torlinie, nachdem Adli schon an Silva vorbeigezirkelt hatte (20.). Wenige Augenblicke später wurde das vermeintliche 1:0 in einer Drangphase wegen einer Abseitsstellung von Jeremie Frimpong durch den Videoassistenten zurückgenommen (24.). Nach Nabil Fekirs strammen Schuss hatte Bayer Glück, dass Hradecky bei seiner Abwehr nicht der Ball ins Netz rutschte (36.). Vor der Pause lief es dann gut für Leverkusen: Nach einem schnellen Konter fand der sehr auffällige Wirtz mit einer kurzen Flanke Diaby, der exzellent per Direktabnahme zur verdienten Führung einschoss.

Den Schwung nahm Bayer mit in die zweite Halbzeit. Diaby wuchtete seinen Fernschuss kurz nach dem Seitenwechsel in die Maschen und hatte in der Folge weitere gute Szenen. Ein enttäuschendes Betis hatte Leverkusen noch einen Lattentreffer von Fekir entgegenzusetzen, dann schlugen Wirtz und Amiri zu. In der Nachspielzeit sahen Fekir (90.+3) und Kerem Demirbay (90.+4) nach einer Rangelei jeweils die Rote Karte.

Frankfurt siegt über Olympiakos Piräus

04.11.2021, Fussball UEFA Europa League, Olympiakos Piräus - Eintracht Frankfurt, emonline, despor, emspor, v.l., Torju

Jens Petter Hauge nach seinem Treffer zum 2:1

(Foto: Imago/HMB-Media)

Eintracht Frankfurt hat in der Europa League erneut einen Erfolg feiern können. Die in der Fußball-Bundesliga schwächelnde Mannschaft besiegte den griechischen Meister Olympiakos Piräus mit 2:1 (1:1).

Damit wird die Eintracht mindestens die Playoffs gegen einen Gruppendritten aus der Champions League erreichen. Mit zehn Punkten führt Frankfurt die Gruppe D nun deutlich vor Piräus (6) an und hat damit beste Chancen, als Erster sogar direkt ins Achtelfinale einzuziehen.

Youssef El Arabi brachte die Gastgeber in der 12. Minute in Führung, die Daichi Kamada (17.) ausglich. Jens Petter Hauge (90.+1) gelang in der Nachspielzeit der umjubelte Siegtreffer für die Frankfurter. Nach dem Ausfall der verletzten Filip Kostic, Ajdin Hrustic, Christopher Lenz und Gonçalo Paciência musste die in Europa weiter unbezwungene Eintracht kurzfristig auch noch auf Erik Durm verzichten. Der Mittelfeldspieler meldete sich mit Magen-Darm-Problemen ab. Zudem saß Abwehrchef Martin Hinteregger nur auf der Bank.

"Er hat zuletzt einen müden Eindruck gemacht", sagte Trainer Oliver Glasner, der die Startformation gegenüber dem jüngsten 1:1 gegen RB Leipzig gleich auf fünf Positionen veränderte. Für Hinteregger rückte Routinier Makoto Hasebe in die Dreierkette, die gleich den ersten Härtetest nicht bestand. Tuta wurde auf der rechten Abwehrseite von Henry Onyekuru überlaufen, dessen Hereingabe der im Zentrum völlig frei stehende El Arabi zur frühen Führung für die Griechen vollendete.

Die Frankfurter zeigten sich davon jedoch nicht geschockt und gaben schnell die passende Antwort. Rafael Borré bediente Kamada, der den Ball an Piräus-Torwart Tomas Vaclik vorbei ins Netz lupfte. Der Japaner hatte bereits beim 3:1-Sieg im Hinspiel getroffen. Der Ausgleich verlieh den Frankfurtern etwas mehr Sicherheit in den Aktionen, auch wenn in der Offensive kaum etwas ging. Zudem schlichen sich immer wieder Fehler ins Spiel der Eintracht, die nach 36 Minuten ernsthaft in Gefahr geriet. Giorgos Masouras tauchte plötzlich frei vor dem Tor auf, doch Eintracht-Keeper Kevin Trapp rettete bravourös mit dem Fuß.

Der seit Wochen in Topform befindliche 31-Jährige war wenig später auch bei einem Schuss von Mohamed Camara auf dem Posten. Nach dem Wechsel verstärkte Piräus den Druck. Onyekuru (57.) hatte die erneute Führung auf dem Fuß, verzog aber knapp. Erst nach 69 Minuten kam der Bundesligist mal wieder gefährlich vor das Tor des Gegners. Der eingewechselte Jesper Lindström scheiterte jedoch an Vaclik. In der Schlussphase war dann der eingewechselte Hauge zur Stelle und schoss den Siegtreffer.

Rückschlag für Union

Der 1. FC Union Berlin hat im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde der Europa Conference League einen erneuten Rückschlag erlitten. Die Fußball-Bundesligist verlor am Donnerstagabend gegen Feyenoord Rotterdam mit 1:2 (1:1). Die Berliner können sich dennoch mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen bei Maccabi Haifa (25. 11.) und gegen Sparta Prag (9. 12.) noch auf den wichtigen zweiten Platz der Gruppe E retten.

Luis Sinisterra (15.) brachte die Gäste früh in Führung. Union-Kapitän Christopher Trimmel (40.) gelang mit einem sehenswerten Schuss der Ausgleich. Nach einem Fehler von Berlins Torwart Andreas Luthe, der auf dem durch den Dauerregen durchweichten Boden ausrutschte, traf Cyriel Dessers (72.) zum Sieg. In der Schlussphase sah Trimmel (87.) die Gelb-Rote Karte, eine Minute später musste Cedric Teuchert mit glatt Rot wegen Nachtretens vom Platz.

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