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Dopingverstoß:Früherer Marathon-Weltrekordler für vier Jahre gesperrt

Wilson Kipsang, hier 2014 mit Streckenrekord beim London Marathon

(Foto: AFP)

Wilson Kipsang wird für verpasste Dopingtests und Manipulation bestraft. Dietmar Hopp nennt Borussia Dortmund "Kommerz pur". Jürgen Klopp reagiert genervt auf Fragen nach dem 0:4 gegen Manchester City.

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Leichtathletik, Dopingsperre: Für den früheren Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang hat sich der Olympia-Traum durch eine vierjährige Dopingsperre voraussichtlich für immer erledigt. Die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics sperrte den 38 Jahre alten Kenianer rückwirkend vom 10. Januar 2020 an, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Kipsang habe gegen Meldeauflagen ("Whereabouts") verstoßen, außerdem werden ihm "Manipulationen durch falsche Beweise und Zeugenaussagen" vorgeworfen.

Kipsang hatte bei den Olympischen Spielen 2012 in London Bronze gewonnen und war ein Jahr später beim Berlin-Marathon 2013 zum Weltrekord gerannt (2:03:23 Stunden). Bereits Mitte Januar dieses Jahres war der Läufer provisorisch gesperrt worden.

Hoffenheim, Hopp: Mäzen Dietmar Hopp hat sich gegen den Begriff "Kommerz-Verein" gewehrt, als desen Sinnbild die TSG 1899 Hoffenheim bei vielen Ultra-Gruppierungen gilt. "Wir bei der TSG sind ein Klub, der nicht Kommerz-Verein genannt werden darf. Schauen wir mal auf Borussia Dortmund, das ist inzwischen Kommerz pur", sagte der 80-Jährige in einem Interview Sport1: "Oder richten wir den Blick nach Berlin, da sind viele Millionen im Umlauf. Ich freue mich für die Entwicklung bei der Hertha, aber ich kann nicht verstehen, dass ich auch von deren Fans attackiert werde."

Vor der Corona-Krise war Hopp Ende Februar im Heimspiel der TSG gegen den FC Bayern von den Ultra-Fans der Münchner mit Spruchbändern und einem Fadenkreuz-Transparent angefeindet worden. Weitere Aktionen gegen ihn gab es auch danach in mehreren Bundesliga-Stadien: "Es sind immer nur einige wenige Personen, die mich beleidigen, das ist vergleichsweise nicht so wichtig. Wichtiger wäre, dass die Normalität im Fußball endlich wieder zurückkehrt." Er geht nicht davon aus, dass sich durch das derzeitige Fehlen der Zuschauer in den Stadien die Situation um seine Person beruhigt hat. "Ich glaube nicht, dass über die Ereignisse mit dem Fan-Hass genug Gras gewachsen ist, das ist in zwölf Jahren nicht passiert und wird in den nächsten Jahren leider auch nicht so sein."

Liverpool, Klopp: Meistermacher Jürgen Klopp hat nach der 0:4-Niederlage des FC Liverpool bei Manchester City genervt auf Fragen eines Reporters reagiert. "Wenn Sie die Geschichte so drehen wollen, dass wir nicht konzentriert waren, dann machen Sie das", sagte der Liverpool-Coach sichtbar gereizt beim Sender Sky Sports. "Wir haben uns nicht wie jemand verhalten, der vor einer Woche Meister wurde - das war alles gut."

Der Sky-Reporter hatte Klopp gefragt, ob das 0:4 im Zusammenhang mit dem Titelgewinn zu sehen sei. Das verärgerte den deutschen Trainer. "Ich habe eine brillante Einstellung gesehen. Ich habe einen Kampf gesehen", sagte der 53-Jährige etwas ungehalten. "Die haben ihre Chancen genutzt und wir nicht. Natürlich hat City den Sieg zu 100 Prozent verdient, aber ein 5:3 wäre auch möglich gewesen. Nun ist es ein 4:0, und das müssen wir hinnehmen."

Vorjahresmeister Man City, der in der Premier-League-Tabelle immer noch 20 Punkte hinter den Reds liegt, sorgte durch Kevin De Bruyne (25. Minute) per Strafstoß, Raheem Sterling (35.) und Phil Foden (45.) für den höchsten Halbzeitrückstand des FC Liverpool seit über fünf Jahren. "City ist unglaublich", sagte Klopp. "Ich habe deren Spiele gesehen, die haben die ganze Saison kein schlechtes Spiel gemacht. Selbst wenn sie verloren haben, haben sie richtig guten Fußball gespielt."

Basketball, Bamberg: Brose Bamberg wird als einziger deutscher Klub in der kommenden Saison in der Basketball Champions League BCL vertreten sein. Aufgrund der Auswirkungen durch die Coronakrise wurde der Wettbewerb auf 44 Teams aufgestockt, wobei 28 durch die abgebrochene Vorsaison qualifiziert sind. Die neue BCL-Saison 2020/21 startet am 15. September mit der ersten von zwei Qualifikationsrunden. Die reguläre Saison beginnt am 13. Oktober. Die Auslosung der Qualifikationsrunden und der regulären Saison findet am 15. Juli statt.

© SZ.de/dpa/sid/ebc

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