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Die wichtigsten Transfers der Bundesliga:Ein halber Neuer bei den Bayern

Jonas Hofmann - Spielfreude in Mainz

Das Gedränge am Transfer-Wühltisch war wieder mal groß. Besonders involviert zeigte sich diesmal der FSV Mainz. Gleich fünf Neue lockte Manager Christian Heidel kurz vor knapp noch ins Team - und die sind auch bitter nötig, denn es läuft noch lange nicht rund unter Trainer Kasper Hjulmand. Das 0:0 gegen Hannover offenbarte die verheerende Einfallslosigkeit der Elf.

Neu und hilfreich: Holtby, Hahn und Bernat.

(Foto: dpa/Getty)

So gesehen ist die Ausleihe von Dortmunds Jonas Hofmann eine durchaus gelungene Personalie. Neben dem Spanier Jairo Samperio Bustara (FC Sevilla/2 Millionen Euro Ablöse), dem Argentinier Pablo De Blasis (Tripolis/1,2 Millionen), Sami Allagui (Hertha) und Philipp Wollscheid (Leverkusen) soll Hofmann dem FSV mehr Esprit verleihen. Mit dem 22-Jährigen bekommen die Mainzer einen Mann hinzu, der in Dortmund als "Dauerjoker" fungierte, aber eigentlich mehr kann.

Juan Bernat - mehr Variation für die Bayern

Ihn kannte in Deutschland kaum einer, als er im Sommer plötzlich in München vorgestellt wurde. Ganz anders Pep Guardiola. Der Bayern-Coach hat seine Fühler überall - vor allem, wenn es um Fußballer aus Spanien geht (das gilt natürlich auch für einen gewissen Xabi Alonso, der dem FCB ebenfalls helfen wird). Im Fall von Bernat bezahlten die Bayern stattliche zehn Millionen Euro für einen kleinen, vielseitigen Außenspieler vom FC Valencia.

Den 21-Jährigen dürfte Guardiola nicht zuletzt als variabel einsetzbare Spezialkraft einplanen. Ob in der bereits erprobten Dreierkette in der Abwehr oder auf Links im Mittelfeld, das wird sich erst zeigen. Fest steht: Bernat behebt endlich die Münchner Schwäche auf der Außenposition. Für die ständigen Systemrochaden - auch während einer Partie - ist Bernat sicher eine taugliche Alternative.

Ciro Immobile/Adrian Ramos - zwei für einen beim BVB

Zwei gute Stürmer sollen in Dortmund einen sehr guten Stürmer ersetzen - und warum sollte das nicht gelingen? Auf den Allesverwerter Robert Lewandowski folgt mit dem Duo Immobile/Ramos quasi eine personifizierte Arbeitsteilung im Angriff. Beide Neuen passen ins Konzept der Borussia, beide sind schnell und beweglich (ja, auch der durchaus mobile Immobile!) und beide werden ihre Einsatzzeiten kriegen.

Nur eines ist unwahrscheinlich: Dass sie gemeinsam auf dem Feld stehen. Im System von Trainer Klopp ist nur Platz für einen Einzelkämpfer in der Spitze. Zu Saisonbeginn fehlte Ramos wegen einer Innenbanddehnung, während sich sein italienischer Kollege noch schwertat. Aber das wird sich ändern (Ramos traf prompt in Augsburg). Gemeinsame 20 Saisontore sind nicht unwahrscheinlich.

Marvin Plattenhardt - einer für die linke Berliner Seite

Es war nicht alles schlecht, vergangene Saison in Nürnberg. Vorne piesackte ein Stürmer namens Josip Drmic die Liga mit 17 Saisontoren, hinten reifte ein junger Mann namens Marvin Plattenhardt zu einem brauchbaren Linksverteidiger. Sogar das DFB-Trikot durfte der 22-Jährige bereits tragen, wenn auch nur jenes der U21. Dass so einer nicht in der zweiten Liga versauern will, ist nachvollziehbar - und so überraschte es nicht, als die Hertha zuschlug.

"Marvin Plattenhardt ist durch den Nürnberger Abstieg kurzfristig auf den Markt gekommen. Er ist eine spannende Personalie", erklärte Hertha-Manager Michael Preetz. Die Berliner dürfen sich auf einen entwicklungsfähigen Spieler freuen, der dem präzisen Flankenball nicht abgeneigt ist. Auf der linken Seite der Hertha ist sicher noch ein Plätzchen frei.

Holger Badstuber - fast wie ein Neuer

Zum Schluss noch ein halber Zugang. In München hatten sie fast vergessen, dass mit Holger Badstuber zu Beginn dieser Spielzeit ein ehrgeiziger, bestens veranlagter und allseits beliebter Verteidiger zurückkehrt. Eine halbe Ewigkeit war er verletzt, weil ihm gleich zweimal das Kreuzband gerissen war. Genau 629 Tage fehlte er den Münchnern, ehe er gegen Wolfsburg sein Liga-Comeback feiern durfte. Dass die Bayern trotzdem über weitere Aquisitionen nachdenken, stört ihn nicht. "Ich verschwende keine Gedanken an mögliche Transfers. Ich bin selbst wie ein alter Neuzugang", sagte Badstuber. Er will einfach nur wieder Fußball spielen.

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