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Fußball:DFB beschließt Fortsetzung seiner Wettbewerbe

Coronavirus - DFB-Pokal

Der DFB-Pokal könnte am 9. Juni wieder gespielt werden.

(Foto: dpa)

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes legt fest, wann der DFB-Pokal, die Bundesliga der Frauen und die 3. Liga weitergehen sollen.

Der DFB hat Zeitpläne für seine derzeit ausgesetzten Wettbewerbe beschlossen. So soll das Halbfinale des DFB-Pokals am 9. und 10. Juni stattfinden, das Finale ist für den 4. Juli in Berlin geplant. Die Bundesliga der Frauen könnte am 29. Mai weitergehen und die 3. Fußball-Liga soll frühestens am 26./27. Mai fortgesetzt werden.

Das beschloss das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf seiner Sitzung am Montag, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Die Saison war aufgrund der Coronavirus-Pandemie Mitte März unterbrochen worden.

Der genannte DFB-Pokal-Endspiel-Termin in Berlin läge allerdings nach dem Ende einiger Profiverträge, die bis zum 30. Juni gelten. Neben Titelverteidiger FC Bayern München sind noch Eintracht Frankfurt, Regionalligist 1. FC Saarbrücken sowie Bayer Leverkusen vertreten.

In der Bundesliga der Frauen führt derzeit der noch ungeschlagene VfL Wolfsburg vor dem FC Bayern München und der TSG 1899 Hoffenheim. "Da es nach und nach in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens deutliche Lockerungen gibt, halte ich es nach dem Startschuss für die DFL-Ligen auch unter dem Aspekt der Gleichberechtigung für angemessen, dass auch in der Frauen-Bundesliga unter Auflagen der Ball wieder rollen darf", wurde Siegfried Dietrich, der Vorsitzende des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, in der Mitteilung zitiert.

Der neue Rahmenterminplan der 3. Liga sieht vor, dass die verbleibenden elf Spieltage mit fünf englischen Wochen absolviert werden, sodass die Saison am 30. Juni endet. Die beiden Relegationsspiele zwischen dem Drittplatzierten der 3. Liga und dem Tabellen-16. der 2. Bundesliga würden sich laut der aktuellen Planungen bis 7. Juli anschließen. Auch der Termine liegen außerhalb der Vertragslaufzeit vieler Fußballer.

"Die 3. Liga arbeitet konzentriert an einer möglichen Fortsetzung der Saison und ihrem Erhalt als Profiliga. Wir würden uns freuen, ab 26. Mai wieder unseren Beruf im Spielbetrieb ausüben zu können. Es sollte stets unser grundsätzliches Ansinnen sein, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld fallen und nicht am grünen Tisch", sagte Tom Eilers, Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses.

Der DFB hat ein nahezu identisches Hygienekonzept zur Deutschen Fußball Liga, die für die 1. und 2. Bundesliga bereits in der vergangenen Woche die politische Erlaubnis bekommen hatte. Nun erwartet der Verband auch für sein Liga-Premiumprodukt ein positives Signal.

Die Zeit bis zum Wiederanpfiff dürfte jedoch alles andere als ruhig verlaufen. Mehrere Vereine beklagen, dass das Hygienekonzept nicht umsetzbar sei. So müssten die Clubs einen eigenen Hygienebeauftragten einstellen, was allein Waldhof Mannheim und dem FSV Zwickau bislang nicht gelungen ist.

Zudem sorgt der Plan des DFB, neutrale Spielorte zuzulassen, sollten einige Stadien gesperrt sein, für Unmut. Deshalb forderte Mannheims Geschäftsführer Markus Kompp beim Verband ein Votum unter den Clubs ein. "Ich habe eine neue Abstimmung beantragt. Ich sehe es nicht ein, dass der DFB die Saison auf Basis eines veralteten Meinungsbildes, aber unter neuen Rahmenbedingungen, Stichwort neutraler Spielort, fortsetzen will", sagte Kompp der Deutschen Presse-Agentur.

© Sz.de/dpa/schm
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