Champions League:Schmerzhaftes Aus für Juve und Ronaldo

Champions League: Der vermeintliche Coup des Jahrhunderts könnte in Wahrheit der Anfang eines neuerlichen Absturzes gewesen sein: Cristiano Ronaldos Engagement in Turin ist schon beendet, seine Verpflichtung wirkt nach.

Der vermeintliche Coup des Jahrhunderts könnte in Wahrheit der Anfang eines neuerlichen Absturzes gewesen sein: Cristiano Ronaldos Engagement in Turin ist schon beendet, seine Verpflichtung wirkt nach.

(Foto: Federico Tardito/Insidefoto/Imago)

Die Italiener spielen im Achtelfinal-Rückspiel fast 70 Minuten in Überzahl gegen Porto, gewinnen 3:2 nach Verlängerung - doch wegen der Auswärtstorregel ist Schluss.

Cristiano Ronaldos Titeltraum mit Juventus Turin ist erneut bereits im Achtelfinale der Champions League geendet. Der enttäuschende fünfmalige Weltfußballer kam mit dem italienischen Rekordmeister im Achtelfinal-Rückspiel trotz fast 70-minütiger Überzahl gegen den portugiesischen Champion FC Porto nicht über ein 3:2 (2:1, 0:1) nach Verlängerung hinaus.

Trotz des Erfolgs schied die Alte Dame wie schon in der vergangenen Saison bereits in der Runde der letzten 16 aus. Denn das Hinspiel hatte Juve in Ronaldos Heimat 1:2 (0:1) verloren.

Top-Torjäger Sergio Oliveira (19.) brachte die Gäste, die zuletzt in der Saison 2018/19 das Viertelfinale erreicht hatten, per Foulelfmeter in Führung. Federico Chiesa (49./63.) drehte die Partie für die Gastgeber. Dann zerstörte Oliveira (115.) mit einem wuchtigen Freistoß alle Juve-Hoffnungen. Adrien Rabiot (117.) gelang noch eine allerdings unzureichende Antwort für Juve. Portos Mehdi Taremi (54.) hatte zuvor Gelb-Rot gesehen.

Juve spielt ideenlos

Ronaldo hat die Champions League in seiner Karriere bereits fünfmal gewonnen, darunter zwischen 2014 und 2018 viermal mit Real Madrid. Seit seinem Wechsel nach Italien war für den 36-Jährigen aber in drei Versuchen spätestens im Viertelfinale Endstation. Juve wartet seit 25 Jahren auf den ersehnten dritten Gewinn des Henkelpotts.

Beide Mannschaften drängten früh auf die Führung. Alvaro Morata scheiterte per Kopf aus kurzer Distanz an Portos Keeper Agustin Marchesin (4.) Auf der Gegenseite traf Taremi ebenfalls per Kopf die Latte (7.). Nach einem Kontakt von Merih Demiral zeigte der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers auf den Punkt. Oliveira schob eiskalt flach ein. Davon angestachelt wollte Porto mehr: Jesus Manuel Corona (24.) und Zaidu (26.) vergaben gute Möglichkeiten zu erhöhen. Juve tat sich gegen selbstbewusst auftretende Portugiesen schwer, spielte über lange Strecken zu statisch und ideenlos. Einzig Morata kam noch einmal zu einer Möglichkeit, die Marchesin erneut vereitelte (27.).

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Juventus deutlich verbessert und nutzte direkt die erste Chance. Chiesa schlenzte den Ball ins lange Eck. Ronaldo hatte nach einem schönen tiefen Pass von Kapitän Leonardo Bonucci perfekt abgelegt. In Überzahl drückte Juve massiv. Chiesa traf in der Folge den Pfosten (56.). Wenige Minuten später erzielte er sein zweites Tor. Porto wehrte sich nach Kräften und rettete sich in die Verlängerung, Juan Cuadrado traf in der Nachspielzeit die Latte.

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