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FC Bayern gegen Atlético:"Das Spiel läuft wie geplant ab"

Bayern-Coach Flick von der UEFA als Trainer des Jahres geehrt

Darf die Bayern-Mannschaft offenbar wie geplant in die erste Münchner Champions-League-Partie der Saison führen: Trainer Hansi Flick.

(Foto: dpa)

Nach dem positiven Corona-Testergebnis des Bayern-Profis Serge Gnabry hält die Uefa an der geplanten Austragung fest. Am Abend soll angepfiffen werden.

Am Mittwochnachmittag um kurz vor drei Uhr kam die Entwarnung: Der FC Bayern konnte aufatmen und das Champions-League-Spiel am Abend gegen Atletico Madrid kann wie geplant stattfinden. Nach dem positiven Coronatest bei Serge Gnabry, der die Münchner erst nach dem Abschlusstraining am Dienstag aufgeschreckt hatte, ergaben die zusätzlichen Tests bei seinen Mitspielern wohl allesamt einen negativen Befund. "Das Spiel läuft wie geplant ab", teilte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (Uefa) der Deutschen Presse-Agentur wenige Stunden vor dem Anstoß auf Anfrage mit. Weitere Details wurden nicht genannt.

Auch die Stadt München erhob offenkundig keine Einwände gegen die Austragung des Spiels. Seit dem Morgen hatte das Referat für Gesundheit und Umwelt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Rekordmeister zunächst überprüft, ob weitere Personen mit dem infizierten Gnabry relevanten Kontakt hatten. Als relevante Person gilt, wer mit einem Infizierten Kontakt über einen Zeitraum von mindestens 15 Minuten bei weniger als 1,5 Meter Abstand und ohne Mundschutz hatte. Gnabry war einer von 25 Spielern, die am Dienstagvormittag beim Abschlusstraining der Münchner auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße teilgenommen hatten.

Der Nationalspieler wurde nach dem Bekanntwerden des positiven Befundes sofort in häusliche Isolation geschickt, er darf vorerst keinen Kontakt zu anderen Personen haben. Eine Person, die mit ihm Kontakt ersten Grades gehabt hätte, müsste für 14 Tage in Quarantäne. Dies betrifft wohl niemanden beim FC Bayern.

Gnabry ist der erste Spieler der Münchner, bei dem eine Infektion mit dem Coronavirus bekannt wurde. Kingsley Coman hatte sich Mitte September in häusliche Quarantäne begeben, weil er Kontakt zu einer mit dem Virus infizierten Person hatte. Eine Quarantäne wird angeordnet, wenn eine Person Kontakt ersten Grades zu einem Infizierten hatte. Eine Isolation ist vorgeschrieben für Personen, die infiziert sind: In diesem Fall ist die häusliche Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Der FC Bayern hatte am Dienstag mitgeteilt, Gnabry gehe es gut, "er befindet sich in häuslicher Quarantäne". Damit wird der Angreifer wohl auch in den beiden Spielen gegen Eintracht Frankfurt am Samstag und bei Lokomotive Moskau am kommenden Dienstag fehlen. Für ihn werden wohl unter anderem der kurz vor dem Transferschluss verpflichtete Douglas Costa und Coman auf der rechten Angriffsseite zum Einsatz kommen, sollte Leroy Sané nach seiner Verletzung wieder die linke Seite bespielen.

Die Bayern achten seit Beginn der Corona-Pandemie streng darauf, dass sich die Spieler nur auf dem Platz nahekommen. Umziehen und Duschen findet strikt getrennt statt. Positive Coronatests bei einer Mannschaft führen in der Champions League nicht sofort zu einer Spielabsage. Stehen mindestens 13 Spieler einschließlich eines Torhüters zur Verfügung, muss das Spiel am geplanten Termin ausgetragen werden.

© SZ.de/dpa/sid/tbr
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