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Champions League:Aus im Viertelfinale

VfL Wolfsburg - LFC Chelsea

Wieder ein Tor gegen den Ex-Klub: Pernille Harder hat im Hin- und nun auch im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen den VfL Wolfsburg getroffen. Mit dem FC Chelsea könnte es für sie nun im Halbfinale gegen den FC Bayern gehen.

(Foto: Szilard Koszticsak/dpa)

Der VfL Wolfsburg scheidet nach dem 0:3 im Rückspiel gegen den FC Chelsea aus der Champions League aus. Ein deutsches Halbfinale gegen den FC Bayern ist damit ausgeschlossen.

Von Anna Dreher, Budapest/München

Schon vor einer Woche hatte Pernille Harder ihren früheren Mitspielerinnen einen großen Schwung Euphorie genommen. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Chelsea und dem VfL Wolfsburg (2:1) schoss die Stürmerin das zweite Tor für die Engländerinnen. Ihren aktuellen Klub brachte sie damit ein Stück näher ans Halbfinale heran, ihren früheren Verein näher ans Ausscheiden. Am Mittwoch nun war Harder wieder entscheidend daran beteiligt, dass sich an dieser Konstellation nichts mehr änderte: Wolfsburg hat das Rückspiel 0:3 (0:2) verloren. Damit verpasst der VfL - der mit fünf Finalteilnahmen zwischen 2013 und 2020 sowie zwei Titelgewinnen zu den erfolgreichsten Klubs dieses Wettbewerbs zählt - zum dritten Mal das Halbfinale.

Im Hinspiel hatte das Team von Trainer Stephan Lerch einige große Chancen ausgelassen, auch dieses Mal startete es gut in die Partie. Doch Chelsea hielt dagegen und ging schließlich durch einen Standard in Führung. Samantha Kerr war im Strafraumeck von Sara Doorsoun gefoult worden, zum Elfmeter trat Harder an. Und selbst wenn VfL-Torhüterin Katarzyna Kiedrzynek ins richtige Eck gesprungen wäre - diesen Schuss zum 1:0 in der 27. Minute hätte sie wohl nicht mehr erreicht. Fünf Minuten später war Kerr nach einem langen Pass zwar von drei Wolfsburgerinnen umringt, die Australierin nahm den Ball dennoch mit aller Ruhe an, drehte sich geschickt und schloss zum 2:0 ab.

Die Spielerinnen des VfL versuchten immer wieder, den Rückstand aufzuholen. In den entscheidenden Momenten aber reichte ihre Leistung nicht aus. Und spätestens als Chelsea um die deutschen Nationalspielerinnen Melanie Leupolz und Ann-Katrin Berger in der 81. Minute durch Francesca Kirby zum dritten Mal jubelte, war die Partie entschieden. Ein deutsches Halbfinale wird es also nicht geben, einen deutschen Halbfinalisten hingegen wahrscheinlich schon: Der FC Bayern hat sich mit einem 3:0 eine gute Ausgangslage vor dem Rückspiel diesen Donnerstag (19 Uhr, Sport 1) beim FC Rosengård im schwedischen Malmö geschaffen. Für die Münchnerinnen wäre es die zweite Teilnahme an einem Halbfinale in der Champions League.

© SZ/jki
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