BVB Watzke: "Entscheidende Saison" für Götze

Unter dem neuen Trainer Lucien Favre soll Mario Götze zu alter Form zurückfinden.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Mittelfeldspieler müsse bei Borussia Dortmund endlich überzeugen, sagt der Klubchef. Der FC Chelsea trennt sich von Teammanager Antonio Conte.

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Fußball, Dortmund: BVB-Chef Hans-Joachim Watzke hat den zuletzt formschwachen Weltmeister Mario Götze in die Pflicht genommen. "Er muss natürlich wissen: Das ist jetzt für ihn eine ganz entscheidende Saison", sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten aus Dortmund der Bild. Watzke hofft, dass der 26 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler unter der Regie des neuen Trainers Lucien Favre wieder zu alter Klasse findet: "Am Ende glaube ich, dass Favre jetzt versuchen wird, ihm massiv zu helfen. Und den Rest muss Mario machen."

Götze, der Deutschland im Finale der WM 2014 in Brasilien zum Titel geschossen hatte, stand aufgrund mäßiger Leistungen im Verein nicht im DFB-Kader für die Titelkämpfe in Russland. Watzke bescheinigte ihm jedoch großen Trainingseifer: "Es liegt bei ihm ganz bestimmt nicht am Wollen. Er ist sehr professionell, er macht und tut alles. Und trotzdem hat man ja den Eindruck, dass irgendwas fehlt. Und das kann nur der Spieler jetzt im Zusammenarbeit mit dem Trainer lösen." Seine Nicht-Nominierung für die WM scheint Götze zusätzlich motiviert zu haben. In den ersten Tagen der Saisonvorbereitung des BVB wirkt er austrainierter denn je.

Premier League, FC Chelsea: Der englische Fußball-Spitzenklub FC Chelsea hat sich wie erwartet von seinem Teammanager Antonio Conte getrennt. Das gaben die Blues am Freitag bekannt. Neuer Trainer des Klubs von Nationalspieler Antonio Rüdiger soll Medienberichten zufolge Maurizio Sarri werden, der zuletzt beim SSC Neapel tätig war. "Wir wünschen Antonio viel Erfolg für seine weitere Karriere", hieß es in der dürren, dreizeiligen Mitteilung auf der Internetseite des Champions-League-Siegers von 2012 zu Conte. Der 48-Jährige, der noch bis 2019 gebunden war, hatte noch am Montag den Trainingsauftakt in London geleitet. Unter Conte gewann Chelsea 2017 den englischen Meistertitel, belegte zuletzt aber nur Platz fünf und verpasste die Qualifikation für die Königsklasse. Am Mittwoch hatte Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis bereits erklärt, dass Sarri (59) vor einem Wechsel zu Chelsea stehe. Sarris Abschied aus seiner Geburtsstadt Neapel war bereits Mitte Mai bekannt geworden, sein Nachfolger dort ist der frühere Bayern-Trainer Carlo Ancelotti.

Radsport, Tour de France: Der irische Radprofi Daniel Martin hat die sechste Etappe der 105. Tour de France für sich entschieden. Der 31-Jährige vom UAE Team Emirates setzte sich auf dem 181 km langen Teilstück von Brest zur berüchtigten Mur de Bretagne durch. Martin verwies den Franzosen Pierre Latour (AG2R) und Alejandro Valverde aus Spanien (Movistar) auf die Plätze. Die elf deutschen Fahrer hatten mit dem Ausgang erwartungsgemäß nichts zu tun.

Motorsport, DTM: Bis spätestens Mitte September wird sich nach Auskunft von DTM-Chef Gerhard Berger klären, ob die Rennserie einen Mercedes-Nachfolger findet. "Ich würde sagen, innerhalb der nächsten acht Wochen sollten wir mehr wissen", sagte Berger mit Blick den möglichen Einstieg eines Herstellers oder Privatteams in das Deutsche Tourenwagen Masters. Zudem bekräftigte er vor der Halbzeit der laufenden Saison an diesem Wochenende im niederländischen Zandvoort: "Wir arbeiten nach wie vor hart an diesem Thema." Einstiegskandidaten sind dem Österreicher zufolge unter anderem Aston Martin und Lexus.

Bundesliga: Frankfurt: DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat in der vergangenen Saison einen Rekordumsatz in Höhe von 140 Millionen Euro erwirtschaftet. Das gab der Fußball-Bundesligist am Donnerstag bekannt. Demnach konnte der Umsatz um knapp 30 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Jahresüberschuss betrug eine Million Euro. Das Eigenkapital der AG beläuft sich derzeit auf 29,1 Millionen Euro. Die Personalkosten für die Profimannschaft schlugen mit 51,4 Millionen Euro zu Buche. Den größten Anteil am Umsatz machten die TV-Gelder in Höhe von 53,9 Millionen Euro aus. Für Ablösesummen und Beraterhonorare musste die Eintracht 29,7 Millionen Euro überweisen.Für die anstehende Spielzeit plant Finanzvorstand Oliver Frankenbach mit einem erneuten Umsatzrekord von über 150 Millionen Euro. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Teilnahme an der Europa League, die allein in der Gruppenphase Umsätze in Höhe von 15 Millionen Euro generieren soll.

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