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3:0 gegen Schalke:BVB gewinnt einseitiges Revierderby

Borussia Dortmund v FC Schalke 04 - Bundesliga

Akanji feiert mit den Kollegen seinen Treffer im Revierderby

(Foto: Getty Images)

Dem FC Schalke 04 gelingt auch gegen Borussia Dortmund kein Sieg. Im Revierderby treffen Akanji, Haaland und Hummels.

Borussia Dortmund hat im einseitigen Revierderby Wiedergutmachung betrieben und bleibt zumindest in der Liga auf Kurs. Vier Tage nach dem frustrierenden 1:3 bei Lazio Rom in der Champions League rangen die Dortmunder den weiter erschütternd harmlosen Erzrivalen Schalke 04 am Samstag mit 3:0 (0:0) nieder.

Der frisch von einer Corona-Erkrankung genesene Innenverteidiger Manuel Akanji (56.) erzielte vor nur 300 Zuschauern den Führungstreffer, er stocherte den Ball nach einer Ecke ins Tor. Erling Haaland (61.) und Mats Hummels (78.) legten nach. Der BVB hält somit Anschluss an die Spitze. Die Königsblauen sind nun 21 Liga-Spiele sieglos - eine schlimmere Serie hat in der Bundesligageschichte nur Tasmania Berlin 1965/66 (31) hingelegt.

Lucien Favre hatte in seinem 300. Bundesliga-Spiel als Trainer fünf neue Spieler in die BVB-Startelf geholt, er stellte angesichts von Akanjis Rückkehr mit Erfolg von Dreier- auf Viererkette um. Marco Reus, Neuzugang Jude Bellingham und auch Axel Witsel saßen auf der Bank.

Schalke-Trainer Manuel Baum wollte aus der Position des klaren Außenseiters heraus unbedingt "eine Mannschaft sehen, die Gas gibt und an sich glaubt". Doch: Beim soliden Startelfdebüt des 19-jährigen Malick Thiaw sahen sich die Schalker nur im Rückwärtsgang. Der BVB drückte, Thomas Meunier vergab die erste größere Chance (16.) - und 70 Meter entfernt stand Torhüter Roman Bürki minutenlang mutterseelenallein in seiner Hälfte.

Schalke fand nicht in die Zweikämpfe (nur 30 Prozent in den ersten 20 Minuten), an auch nur halbwegs konsequent vorgetragenes Konterspiel war nicht zu denken. Aber, immerhin: Eine leichte Stabilisierung, verbunden mit mehr Härte, brachte ein wenig Entlastung und sogar einen Eckball. Schalke quälte sich mit Engagement, aber ohne jede Finesse ins Spiel. Zudem zeigte sich, dass der BVB, wenn Tiefe und Raum fehlen, eine kompakte Abwehr mit drei Vierteln des Ballbesitzes geduldig auseinanderziehen muss. Das gelang noch zu selten. Dann vielleicht mal mit Gewalt? Fast. Mahmoud Dahoud knallte einen 101-km/h-Schuss aus 25 Metern an die Latte (31.). Von Haaland oder Jadon Sancho hingegen kam bis zur Pause kaum Gefährliches.

Für Schalke stand die beste Nachricht eindeutig auf der Anzeigetafel. Die Gäste hatten auch nach der Pause größte Probleme, Zielstrebiges mit dem Ball anzufangen, doch noch unterbanden sie die vielen, vielen Dortmunder Angriffe: spät zwar, aber effektiv. Besonders Matija Nastasic tat sich dabei hervor, Salif Sane dagegen köpfte beinahe ins eigene Tor (55.). Die daraus resultierende Ecke nutzte Akanji, Thiaw und Sane kamen zu spät.

Der Schalker Widerstand fiel in sich zusammen. Sancho bediente Haaland, der Norweger traf gefühlvoll. Der BVB hatte weiter alles unter Kontrolle, Hummels erhöhte per Kopf.

© SZ.de/doa/sid/sonn

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