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BVB-Trainer:Favre kritisiert Matthäus: "Unglaublich und für mich nicht akzeptabel"

Champions League: BVB-Trainer Lucien Favre beim Spiel gegen Inter Mailand

Will bei Dortmund bleiben: BVB-Trainer Lucien Favre

(Foto: Getty Images)

Nach der BVB-Niederlage gegen Bayern äußert sich Trainer Lucien Favre missverständlich. TV-Experte Lothar Matthäus spekulierte daraufhin schon über einen möglichen Nachfolger.

Trainer Lucien Favre von Borussia Dortmund hat Sky-Experte Lothar Matthäus mit deutlichen Worten kritisiert. "Das ist wirklich unglaublich und für mich auch nicht akzeptabel", sagte Favre der Bild-Zeitung. Rekordnationalspieler Matthäus hatte kryptische Aussagen von Favre über seine Zukunft in Dortmund nach dem 0:1 im Spitzenspiel gegen den FC Bayern so gedeutet, dass der Schweizer bald nicht mehr Trainer des BVB sein werde. Matthäus hatte auch über Niko Kovac als möglichen Nachfolger spekuliert.

"Ich bin glücklich in Dortmund, habe einen Vertrag bis 2021 und will unbedingt auch nächste Saison auf der Bank sitzen", beteuerte Favre nun wieder, nachdem er sich via Sky zuvor schon ähnlich geäußert hatte. Er habe lediglich sagen wollen, dass es am Saisonende eine Analyse geben werde. Nach dem Spiel hatte Favre auf die Frage nach Diskussionen über seine Person gesagt: "Ich werde darüber sprechen in ein paar Wochen."

Dass über einen möglichen Rücktritt spekuliert werde, weil er auch bei Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach von selbst hinschmiss, sei keine zulässige Deutung, so Favre. "Es gibt Menschen, die mich gut kennen und wissen, was in Berlin und Gladbach wirklich vorgefallen ist", sagte er: "Aber das hat hier in Dortmund damit mal rein gar nichts zu tun. Ich wüsste wirklich keinen Grund, warum ich aufhören sollte. Ich fühle mich wohl und wertgeschätzt." Dortmund sei "meine bisher schönste Trainer-Station", so der 60-Jährige.

© SZ.de/dpa/sonn
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