bedeckt München 21°

BVB:Der Verein will Mario Götze

Zorc hatte bei Bayer Leverkusen, so ist aus Leverkusen zu hören, angefragt, ob Karim Bellarabi als Ersatz zu haben wäre. Bellarabi ist in seiner Spielweise Mkhitaryan relativ ähnlich. Leverkusen aber spielte die lose Anfrage aus Dortmund offenbar gleich an Medien weiter. Dortmund sondiert den Markt weiter. Mit den rund 100 Millionen Euro, die an Transfererlösen zusammenkämen, wenn auch Mkhitaryan geht, könnte Dortmund zwar viel machen. Aber auch abgebende Vereine erhöhen die Preise, wenn der liquide BVB anklopft.

Hartnäckig hält sich in Dortmund die Tendenz, dass Thomas Tuchel seinen einstigen Mainzer Spieler André Schürrle favorisiert - was in Dortmund aber zu kollektivem Erstaunen führt. Der bald 26 Jahre alte Schürrle ist, seit seinem Wechsel von Mainz zu Leverkusen vor fünf Jahren, den Beweis besonderer Klasse beinahe durchgängig schuldig geblieben. In Leverkusen, beim FC Chelsea und in Wolfsburg kam Schürrle nur selten über Mittelmaß hinaus. Auch bei der EM scheint er bei Joachim Löw bestenfalls ein Einwechselkandidat zu sein. Wolfsburg soll für Schürrle zudem 30 Millionen aufrufen. Beim BVB-Anhang dürfte Tuchels Vorliebe für seinen Ex kaum auf viel Gegenliebe stoßen.

Argumente pro Götze

Realistischer scheint dagegen die Rückkehr von Mario Götze zu sein. Auch der ist, seit seinem Wechsel von Dortmund zum FC Bayern, selten zu alter Form aufgelaufen. Auch Götze ist bei Löw offenbar gerade ins zweite Glied zurückgestuft. Aber seine Leistungsdaten bei den Bayern sind in den vergangenen drei Jahren ansehnlicher. Wer bei den Bayern nicht zur Stammbesetzung zählt, kann trotzdem ein guter Mann sein.

Außerdem kennt man Götze und weiß, dass er in passender Umgebung immer noch das Zeug zum Weltstar hätte. Gerade weil Götze bisher bei der EM keine Bäume ausriss, dürften sich die Chancen verbessert haben, ihn zu seinem Jugend- und Ausbildungsverein zurückzuholen. In München dürfte man den WM-Siegtorschützen für 20 Millionen von der Rampe schieben wollen.

© SZ vom 28.06.2016/ebc

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite