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Borussia Dortmund auf Rang zwei:Götze macht Urlaub

Großkreutz arbeitet sich im Laufschritt heran an die Rolle des Herausforderers auf Linksaußen, wo Podolski (derzeit verletzt) und Schürrle (derzeit formschwach) gesetzt sind. Großkreutz hingegen war, nach drei Kurz-Einsätzen im Jahr 2010, bei Löw abgemeldet.

Eindrucksvoller noch kam Spielkamerad Kagawa daher. Der 22-Jährige spulte ein Großteil seiner über zwölf Kilometer Laufleistung beim Pressing bei gegnerischem Ballbesitz ab.

"Was wir in dieser Hinsicht heute geboten haben", sagte selbst der an sich eher kritische Trainer Jürgen Klopp beeindruckt, "das war schon außergewöhnlich." Auch Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski wollte mit dem, "was Großkreutz und Kagawa da abziehen", die meist hilflos wirkende Defensive seiner Mannschaft entschuldigen. Kagawa selbst bescheinigte sich, derzeit sogar noch besser zu spielen als im Herbst 2010, ehe er von einem Mittelfußbruch gestoppt wurde: "Ich denke, ich habe mich weiterentwickelt. Wir entwickeln uns hier alle weiter."

Ab in den Urlaub!

Mario Götze, der auf der Tribüne im Block der Spielerfreundinnen saß, wird von Klopp unterdessen "in Urlaub" geschickt. Die Verletzung des 19-Jährigen wird auch als Reaktion auf die Doppel- und Dreifach-Belastungen, auch durch zusätzliche Nationalmannschafts-Einsätze, interpretiert. "Er wird im Laufe seiner Spielerkarriere wahrscheinlich nicht so oft Urlaub machen können", scherzte Klopp. Götze selbst sagte, er wolle "vielleicht in die Sonne fliegen".

Grundsätzlich mag sich in Dortmund - trotz der jüngsten Gala-Vorstellungen - niemand zum Eingeständnis höherer Ambitionen verleiten lassen. "Die Bayern sagen ja selbst, dass sie Meisterschafts-Favorit sind", befand Großkreutz, ohne die Miene zu verziehen, "und dann wird das auch so sein." Hinter verschlossenen Kabinentüren hört sich das anders an. Vor der "gnadenlosen Entschlossenheit", die Stanislawski den BVB-Spielern attestierte, kann der Konkurrenz nun wieder bange werden.

Seit 13 Spielen ist Dortmund jetzt ungeschlagen, bei nur drei Remis. Und bis auf den Nachbarn Schalke müssen in der Rückrunde noch alle Mannschaften der oberen Tabellenhälfte in Dortmund antreten.

© SZ vom 30.01.2012
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