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Basketball-Bundesliga:Bei 30 ist Schluss

D.J. Seeley (FC Bayern Muenchen Basketball) im Zweikampf mit Ralph Hounnou (MHP Riesen Ludwigsburg), GER, MHP Riesen Lud

Mit Schwung zum Korb: Münchens Topscorer D.J. Seeley (am Ball) drängt Ludwigsburgs Yorman Polas Bartolo (rechts), den besten Verteidiger der Bundesliga, immer wieder in die Defensive.

(Foto: Michael Memmler/Eibner/Imago)

Der FC Bayern beendet eine lange währende Heimserie der Riesen Ludwigsburg und gleicht im Playoff-Halbfinale zum 1:1 aus. Zwei Münchner tun sich beim 82:72-Erfolg besonders hervor.

Von Joachim Mölter

Zwei Jahre und drei Wochen ist es her, dass die MHP Riesen Ludwigsburg zuletzt eine Bundesliga-Partie in ihrer Halle verloren haben, im Mai 2019 war das, 79:80 gegen Alba Berlin, den aktuellen Meister. Über 30 Spiele hat die Siegesserie gehalten, ehe sie nun von den FC-Bayern-Basketballern gekappt wurde. Mit 82:72 (42:33) Punkten gewann der Pokalsieger am Montagabend und glich im Playoff-Halbfinale damit zum 1:1 aus; das erste Spiel der Best-of-five-Serie hatte Ludwigsburg am Samstagabend 101:98 gewonnen. "Wir sind zurückgekommen nach einem sehr schlampigen Spiel eins", resümierte Münchens Coach Andrea Trinchieri; er vermutete: "Manchmal braucht meine Mannschaft einen Schlag ins Gesicht, um in die Gänge zu kommen."

Dabei schienen die Münchner auch im zweiten Duell abgewatscht zu werden, es begann jedenfalls wie das erste - mit einer ganzen Reihe von Ballverlusten. Am Samstag waren es sieben in den ersten zehn Minuten gewesen, die den FC Bayern so weit zurückwarfen (13:29), dass er es nicht mehr aufholen konnte. Nun starteten die Münchner mit fünf Ballverlusten in fünf Minuten, nach dem 4:13 nahm Trinchieri eine Auszeit und wechselte sein Personal. Für den indisponierten Spielmacher Wade Baldwin kam Zan Mark Sisko, der am Samstag wegen einer Migräne gefehlt hatte. Der Slowene brachte umgehend Ordnung und Struktur ins Spiel, dank seiner Vorarbeit erzielte der ebenfalls eingewechselte D.J. Seeley binnen drei Minuten zehn Punkte und drehte somit die Partie - 27:21 (13.). Danach gab der FC Bayern die Führung nicht mehr her.

Am Ende hatte Seeley 22 Punkte gesammelt und Sisko acht Vorlagen zu Korberfolgen gegeben; neben dem wie immer zuverlässigen Vladimir Lucic (14 Punkte, sechs Rebounds) waren sie hauptverantwortlich für den Erfolg. "Die Intensität und der Fokus waren heute deutlich besser", fand Seeley. Ludwigsburgs Center Jonas Wohlfahrt-Bottermann sah das genauso: "Der FC Bayern war wacher und präsenter als wir. Der Sieg war verdient." Sein Coach John Patrick gab zu: "Wir sind mit dem Bayern-Druck nicht klar gekommen."

Nach den beiden Partien in Ludwigsburg, beim Tabellenersten der Hauptrunde, haben die Münchner nun den Heimvorteil auf ihrer Seite: Die nächsten beiden Partien am Mittwoch und Freitag (jeweils 20.30 Uhr) finden in ihrer Halle statt, und mit zwei weiteren Siegen würden sie in die Finalserie einziehen. "Wir sind jetzt die Außenseiter", sagte John Patrick, "vielleicht ist das besser für uns."

© SZ/pps
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