Internationaler Fußball:Barça verhindert Blamage in letzter Minute

FC Barcelona v Granada CF - La Liga Santander

Gerard Pique kam beim FC Barcelona spät ins Spiel, da rettete sein Klub wenigstens das 1:1.

(Foto: David Ramos/Getty Images)

Im Heimspiel gegen Granada wirken die Katalanen abermals wie ein Team ohne jede Idee, Trainer Koeman steht akut unter Druck. In Italien ist Juve so schlecht wie seit Ewigkeiten nicht mehr.

Der FC Barcelona hat nach der 0:3-Pleite zum Champions-League-Auftakt gegen den deutschen Fußball-Meister Bayern München nur mit Mühe in den heimischen Liga-Alltag zurückgefunden. Beim 1:1 (0:1) gegen den sieglosen FC Granada verhinderten die Katalanen mit dem deutschen Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen zwischen den Pfosten erst kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit eine Blamage und ihre erste Saisonniederlage. Durch das glückliche Remis rückte Barcelona in der Tabelle mit einem Spiel Rückstand auf den siebten Rang vor.

Allerdings hat der führende Rekordmeister und Erzrivale Real Madrid schon fünf Punkte Vorsprung. Barcelona, wo der Druck auf Trainer Ronald Koeman durch die abermals schwache Vorstellung kaum nachlassen wird, wirkte erneut ideenlos und blieb weit hinter seinen Ansprüchen zurück. Erst mit der Brechstange retteten die Hausherren durch den Ausgleichstreffer von Ronald Araujo wenigstens einen Punkt, nachdem Barcelona der schnellen Gästeführung durch Domingos Duarte (2.) lange vergeblich hinterher gelaufen war.

Die Königlichen hatten das Spitzenspiel beim FC Valencia spät gedreht und die Tabellenführung übernommen. Real siegten dank eines Doppelschlags von Vinicius Junior (86.) und Karim Benzema (89.) mit 2:1 (0:0) und setzen sich zwei Punkte von Stadtrivale Atlético ab. Valencia, für das Hugo Duro (66.) die zwischenzeitliche Führung erzielt hatte, rutschte auf Rang drei ab.

Rio-Weltmeister Toni Kroos fehlte den Madrilenen weiterhin verletzt, dafür stand der langjährige Bayern-Profi David Alaba in der Startelf. Real-Trainer Carlo Ancelotti sah eine ausgeglichene erste Hälfte, in der Valencias Gabriel Paulista mit einem Kopfball aus fünf Metern die beste Chance hatte (43.) - Thibaut Courtois parierte stark. Auch nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gastgeber aktiver, doch Goncalo Guedes (51.) und Duro (54.) vergaben gute Möglichkeiten. Nach dem Führungstreffer der Hausherren wurde Real viel gefährlicher und drehte in der Schlussphase entscheidend auf.

Juve ist Drittletzter in Italien

Nach einem historisch schlechten Saisonstart ist die Laune bei Juventus Turin endgültig im Keller. "So gewinnt man keine Titel", schimpfte Trainer Massimiliano Allegri nach dem 1:1 (1:0) im Spitzenspiel der Serie A gegen den AC Mailand. Der italienische Rekordmeister hat in den ersten vier Ligapartien nur zwei Pünktchen geholt, das war den "Bianconeri" letztmals vor 60 Jahren und in ihrer Vereinshistorie überhaupt erst dreimal passiert. "Ich bin richtig wütend", sagte Coach Allegri, der Juve nach dem verpatzten Jahr unter Trainer-Neuling Andrea Pirlo eigentlich wieder an die Spitze hätte hieven sollen.

Nun haben die Turiner auf die Erzrivalen Milan und Meister Inter Mailand schon jeweils acht Punkte Rückstand. "Juve, du bist so weit unten", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Montag. Turin rangiert sogar auf einem Abstiegsplatz. Nach dem Weggang von Cristiano Ronaldo sucht die "Alte Dame" weiter nach der Siegermentalität, die sie im vergangenen Jahrzehnt in Italien praktisch unschlagbar gemacht hatte. Stürmer Paulo Dybala, der in der Post-Ronaldo-Zeit als Erfolgsbringer auserkoren ist, warnt vor Panikmache.

"In den schwierigen Momenten bleibt einem nichts anderes übrig als zusammen zu halten als Mannschaft", schrieb der Argentinier am Montag bei Instagram. "Wir haben es in der Vergangenheit geschafft und werden es wieder hinkriegen." Dafür muss die Defensive um die Europameister-Routiniers Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci aber deutlich besser werden. Seit 18 Spielen warten die Turiner auf eine Partie ohne Gegentor - das sei in diesem Zeitraum keinem anderen Verein in Europas Top-Ligen passiert, wie die Gazzetta dello Sport vorrechnete. "In solchen Spielen darfst du einfach nichts zulassen", haderte Trainer Allegri. Gegen Milan war Juve früh durch Alvaro Morata in Führung gegangen; der frühere Frankfurter Ante Rebic glich aber in der Schlussphase aus.

© SZ/dpa/sid/bek
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