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50 Jahre Bundesliga:Elf verschwundene Erstligisten

Sie stiegen ab, gingen pleite oder blieben irgendwo auf dem Weg nach unten hängen: Die Bundesliga hat schon so manchen Verein kommen und gehen sehen - wer erinnert sich noch an Borussia Neunkirchen?

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50 Jahre Bundesliga:Borussia Neunkirchen

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Quelle: imago sportfotodienst

Sie stiegen ab, gingen pleite oder blieben irgendwo auf dem Weg nach unten hängen: Die Bundesliga hat schon so manchen Verein kommen und gehen sehen - wer erinnert sich noch an Borussia Neunkirchen? Oder den FC Homburg? Die SZ hat eine Rangliste erstellt - stimmen Sie ab!

1. Borussia Neunkirchen

Die Bundesliga wuchs Borussia Neunkirchen über den Kopf. Nach zwei Jahren stieg der Klub 1966 zum ersten Mal ab. Und 1967 wieder auf. Und 1968 wieder ab. Dass es diesmal für immer sein sollte, wollte niemand so recht glauben. Der Verein rutschte jedoch tiefer und tiefer, der Weg nach oben wurde weiter und weiter. Das verwöhnte Publikum, das nie etwas anderes gesehen hatte als eine erfolgreiche Borussia, kam nicht mehr. Die Versuche, zurückzukehren in den Kreis der Großen, kosteten Geld. Ein Teufelskreis begann, der die Borussia mehr als einmal nahe an die Insolvenz führten.

(im Bild: Neunkirchen beim TSV 1860 München in Giesing)

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50 Jahre Bundesliga:Blau-Weiß 90 Berlin

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2. Blau-Weiß 90 Berlin: Große Pläne hatten die Mariendorfer, als sie 1986 in die Bundesliga aufstiegen. Sie wollten Hertha BSC als die Nummer eins in Westberlin ablösen. Und sie holten dafür sogar ein paar große Spieler, den späteren Weltmeister Karl-Heinz Riedle etwa. Oder den einstigen belgischen EM-Finalisten René Vandereycken. Die großen Erfolge blieben trotzdem aus. Nach einer Saison stieg der Verein wieder ab - und war praktisch pleite. Der 1992 gegründete SV Blau Weiss Berlin spielt heute in der Bezirksliga.

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50 Jahre Bundesliga:Rot-Weiss Essen

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3. Rot-Weiss Essen: Einem Verein, in dem Helmut Rahn, Willi Lippens, Horst Hrubesch (im Bild) und Mesut Özil kickten und der Pelé zu seinen Ehrenmitgliedern zählt, dem müsste es eigentlich blendend gehen. Nach dem dritten Abstieg 1977 strahlte er trotzdem nie wieder in altem Glanz. Heute solider Regionalligist.

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50 Jahre Bundesliga:VfB Leipzig

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4. VfB Leipzig: Drei Mal deutscher Meister: 1903, 1906, 1913. Zu DDR-Zeiten machte der Verein als 1. FC Lok Leipzig vor sich reden. In der Bundesliga lief es, wieder als VfB, 1993/94 nicht ganz so toll. Drei Siege, letzter Platz. Versucht nach zahlreichen Insolvenzen inzwischen wieder als Lokomotive sein Glück. 

Im Bild: Der frühere Trainer Jürgen Sundermann (re.). 

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50 Jahre Bundesliga:FC Homburg

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5. FC Homburg: Bekannt durch die verbotene Kondomwerbung auf dem Trikot, ohne die die beiden Bundesliga-Kurzbesuche 1986-88 und 1989/90 wohl eher unbekannt wären.

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50 Jahre Bundesliga:Preußen Münster

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6. Preußen Münster: Das Bundesliga-Gründungsmitglied stieg gleich im ersten Jahr ab und kämpft derzeit immerhin um die Rückkehr in die zweite Liga.

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50 Jahre Bundesliga:SSV Ulm 1846

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7. SSV Ulm 1846: Der Durchmarschklub der späten Neunziger. Schaffte es unter Trainer Ralf Rangnick in drei Jahren von der Regionalliga in die Bundesliga (1999/2000). Schaffte es aber genau so schnell wieder nach unten.

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50 Jahre Bundesliga:Bayer 05 Uerdingen

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8. Bayer 05 Uerdingen: In den Achtzigern eine feste Größe in der Liga und im Europapokal, in den frühen Neunzigern eine Fahrstuhlmannschaft, in den späten Neunzigern ein Insolvenzfall. Ist unter dem Namen KFC Uerdingen gerade in die Regionalliga aufgestiegen.

In der Bildmitte: Der spätere Bayern-Torhüter Bernd Dreher. 

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50 Jahre Bundesliga:Waldhof Mannheim

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9. Waldhof Mannheim: Bundesligist von 1983 bis 1990, weltbekannt für seinen schlapphütigen Trainer Schlappner und seine eisenharte Verteidigerschule, der Jürgen Kohler, Christian Wörns sowie die Gebrüder Förster entstammen. Heute eisenharter Regionalligist.

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50 Jahre Bundesliga:Wuppertaler SV

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10. Wuppertaler SV: Angeführt von Stürmer Günter Pröpper qualifizierten sich die Wuppertaler gleich in ihrem ersten Erstligajahr 1972/73 für den Uefa-Pokal. Das europäische Abenteuer endete allerdings in der ersten Runde gegen Ruch Chorzów. Wenig später war dann auch das Bundesliga-Abenteuer vorbei. 1975 stieg Wuppertal mit 12 Punkten ab. Weniger Punkte schaffte bloß Tasmania.

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50 Jahre Bundesliga:SC Tasmania 1900 Berlin

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Quelle: imago

11. SC Tasmania 1900 Berlin: Die meisten Spieler waren gerade im Urlaub, als sie vom Aufstieg am grünen Tisch erfuhren. Das konnte nicht gut gehen. Tasmania, die ewige Schießbude, hält bis heute fast alle Negativrekorde und steht mit 8:60 Punkten und 15:108 Toren auf dem letzten Platz der ewigen Tabelle.

© SZ vom 27.4.2013/jbe

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