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3:1-Sieg gegen Bremen:Freiburg bezwingt Werder

Felix Klaus, Admir Mehmedi und Karim Guede

Felix Klaus, Admir Mehmedi und Karim Guede (v. l.) vom SC Freiburg bejubeln das 2:0 gegen Werder Bremen.

(Foto: dpa)

Der SC Freiburg hat den zweiten Bundesligasieg in Serie erkämpft und sich dadurch Luft im Abstiegskampf verschafft. Gegen schwache Bremer gewann das Team von Trainer Christian Streich ungefährdet. Damit springen die Breisgauer vorerst vom Relegationsrang.

Der SC Freiburg hat sich mit seinem 100. Heimsieg in der Fußball-Bundesliga etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und die Sorgen von Werder Bremen wieder vergrößert. Zum Auftakt des 26. Spieltages kletterten die Breisgauer durch ein verdientes 3:1 (1:0) gegen die Norddeutschen auf Tabellenrang 14 und verließen mit 25 Punkten zunächst den Relegationsplatz.

Vor 24.000 Zuschauern besiegelten Kapitän Julian Schuster (15.), Felix Klaus (53.) und Admir Mehmedi mit seinem achten Saisontreffer (59.) den ersten Heimerfolg der Freiburger gegen Bremen seit 13 Jahren. Der eingewechselte Bremer Nils Petersen konnte nur noch verkürzen (70.).

"Wir haben heute versucht, Fußball zu spielen. Das ist in so einer Situation nicht so ganz einfach. Da muss man den Jungs ein Lob aussprechen, dass sie das so gut hinbekommen haben. Wir kämpfen gegen den Abstieg, alles andere ist Schall und Rauch", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich.

Werder, das erst am Vormittag per Chartermaschine eingeflogen war, bleibt mit 29 Zählern Zwölfter, muss aber nun wieder den Blick nach unten richten. "Das war hinten nichts, in der Mitte nichts und vorne nichts", sagte Werders Geschäftsführer Thomas Eichin: "Wir sind nicht nachgerückt, und dann läuft man sich Blutblasen. Das müssen wir besser machen, sonst sind wir wieder da, wo wir nicht mehr hinwollten."

Für die Gastgeber war es der zweite Dreier in Folge, während Werder (29 Zähler) die erste Schlappe nach fünf Partien ohne Niederlage kassierte. Das Team des ehemaligen Freiburger Trainers Robin Dutt verpasste es damit, sich mit einem Sieg aller Abstiegssorgen zu entledigen.

"Freiburg hat es gut gemacht und unsere Schwächen ausgenutzt. Beim 3:0 hatte ich Angst, dass es ein Debakel wird. Das konnten wir immerhin verhindern. Ich habe immer davor gewarnt, von Sicherheit zu sprechen, auch mit 29 Punkten. Jeder weiß jetzt, dass wir bis zum letzten Spieltag kämpfen müssen", sagte Dutt.

Die Freiburger taten sich mit dem Pressing der Gäste nur zu Beginn schwer. Bei Werder war Cedrick Makiadi gegen seinen Ex-Klub für Petersen in die Startelf gerückt. Der Wechsel hatte allerdings nicht den erhofften Effekt, das Spiel der Bremer wirkte erschreckend ideenlos.

Schuster trifft per Vollspann

Dagegen fanden die Freiburger nach anfänglichen Problemen besser ins Spiel und zeigten einige flüssige Kombinationen. Gleich die erste gute Chance nutzte Schuster, als er sich nach einer unübersichtlichen Situation im Bremer Strafraum ein Herz fasste und mit seinem Vollspannschuss ins lange Eck Erfolg hatte. Es war das zweite Saisontor des defensiven Mittelfeldspielers. Weitere gute Gelegenheiten ergaben sich erst am Ende einer zerfahrenen ersten Hälfte.

Bremens Luca Caldirola warf sich kurz vor der Pause in einen gefährlichen Schuss von Karim Guédé (42.), ehe Franco di Santo quasi im Gegenzug nur das Außennetz des SC-Gehäuses traf.

Unmittelbar nach dem Wechsel musste Freiburgs Keeper Oliver Baumann seine Klasse unter Beweis stellen, als er eine Hereingabe von Zlatko Junuzovic zur Ecke klärte (46.). Nur wenig später setzte sich der emsige SC-Stürmer Admir Mehmedi auf der linken Seite durch und bediente Klaus maßgerecht mit einem Flachpass. Der Ex-Fürther nutzte die Gelegenheit zu seinem vierten Saisontreffer. Klaus bedankte sich kurz darauf, als er seinerseits Mehmedi bediente. Der Schweizer war mit einem Rechtsschuss erfolgreich.

Die Breisgauer spielten sich danach in einen wahren Rausch, während die Bremer Abwehr wackelte. Petersen beendete immerhin noch seine Torflaute nach über drei Monaten. Zu mehr reichte es für die enttäuschend auftretenden Bremer aber nicht.