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2. Bundesliga:Hannover hat den viel größeren Druck

Die Rivalität beider Städte geht bis ins Mittelalter zurück, dabei bräuchte es diesmal gar keine Provokation vonseiten der Fans, denn das Duell ist sportlich attraktiv genug. Beide Klubs kämpfen um den Aufstieg in die erste Liga, aktuell liegt Braunschweig auf dem direkten Aufstiegstabellenplatz zwei, Hannover nur auf dem Relegationsrang. Wer das Derby gewinnt, macht einen großen Schritt Richtung erste Liga.

Bei den Hannoveranern ist der Druck allerdings sehr viel größer. Sie müssen aufsteigen, hat Vereinsboss Martin Kind mehrfach durchsickern lassen, Braunschweig kann nach wie vor, muss aber nicht. Hinzu kommt der besondere Ansporn für Hannover, dass es in den vergangenen Jahren im Derby nie zu einem Sieg reichte. Zuletzt gelang ihnen das 1998. "Beides ist wichtig", erklärt der neue 96-Trainer André Breitenreiter: "Ein Sieg für die Fans nach 19 Jahren, aber auch ein Sieg für uns, damit wir unseren Nachbarn wieder überholen." Breitenreiter hat zuvor Schalke 04 trainiert, er weiß also, was Rivalität ist.

Die Braunschweiger mühen sich um demonstrative Gelassenheit. Durch das Last-Minute-Tor gegen Dynamo Dresden hat die Eintracht ihre Ausgangsposition deutlich verbessert. Was den Aufstieg angeht, sagt Trainer Torsten Lieberknecht, "spielen wir bereits eine herausragende Saison. Trotzdem wären wir enttäuscht, wenn sich der Traum nicht erfüllt." Mit kleinem Seitenhieb auf den Rivalen: "Natürlich ist der Druck bei Hannover und Stuttgart insgesamt viel größer."

Bleibt die Hoffnung, dass es zwischen den Fangruppen einigermaßen friedlich bleibt. Das Osterfest auf dem Hannoveraner Schützenplatz, gleich neben dem Stadion, öffnet sicherheitshalber erst, wenn die Braunschweiger die Landeshauptstadt wieder verlassen haben.

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