2. Bundesliga Frankfurt und Paderborn steigen ab - Duisburg hofft

Paderborns Süleyman Koc muss den Abstieg verkraften.

(Foto: dpa)
  • Selbst Sieg gegen die Löwen kann den FSV Frankfurt nicht mehr retten - auch Paderborn steigt in die 3. Liga ab.
  • Besser ergeht es den Klubs aus NRW - Düsseldorf ist gerettet, Duisburg darf noch hoffen. Ein Bochumer wird Torschützenkönig.
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Der SC Paderborn muss ein bitteres Erlebnis verkraften, die Mannschaft steigt in die 3. Liga ab. 358 Tage nach dem Sturz in die Zweitklassigkeit verlor der SCP gegen den 1. FC Nürnberg durch ein Tor von Cedric Teuchert (86.) 0:1 (0:0) und bleibt Letzter. Der "Club" stand als Dritter für die Relegationsspiele gegen den Erstliga-16. Frankfurt längst fest. Vor 15 000 Zuschauern rettete SCP-Torwart Daniel Heuer Fernandes gegen Tim Leibold (1.) und Danny Blum (20.) hervorragend. Für Paderborn hatten am Sonntag Niclas Helenius (8.) und Moritz Stoppelkamp (23.) vor dem Wechsel die besten Möglichkeiten. In den zweiten 45 Minuten erhöhte der SCP vergeblich den Druck.

Auch der FSV Frankfurt muss nach acht Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit in die 3. Liga. Die Frankfurter gewannen am letzten Spieltag gegen 1860 München zwar 2:1 (0:0), bekamen aber keine Schützenhilfe von RB Leipzig. Der Aufsteiger verlor beim MSV Duisburg 0:1 (0:0) und ermöglichte den Zebras die Relegation um den Klassenerhalt.

Der MSV hat damit die Chance gegen Drittligist Würzburger Kickers am 20. und 24. Mai ihre Aufholjagd zu krönen. 32 Spieltage lang hatte der MSV auf einem direkten Abstiegsplatz gestanden. Der Georgier Giorgi Chanturia erzielte in der 75. Minute das erlösende Tor vor 28.209 Zuschauern an der Wedau.

Fortuna Düsseldorf hat derweil den Klassenerhalt endgültig geschafft. Das Team von Coach Friedhelm Funkel setzte sich bei Eintracht Braunschweig mit 2:0 (0:0) durch. Beide Treffer erzielte Kerem Demirbay in der 74. Minute mit einem Flachschuss sowie neun Minuten später per Foulelfmeter. Es war der erste Auswärtssieg für die Rheinländer nach sechs erfolglosen Gastspielen.

Der FC St. Pauli schließt seine Saison auf dem vierten Platz ab. Auch ohne drei verletzte Stammspieler besiegten die Hamburger den 1. FC Kaiserslautern mit 5:2 (2:1) und fügten damit den Pfälzern nach sechs Spielen wieder eine Niederlage zu. Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion erzielten der Japaner Ryo Miyaichi (4. und 57.), Sebastian Maier (72.), Christopher Buchtmann (79.) sowie der zum Erstligisten Werder Bremen zurückehrende Lennart Thy (22.) per Kopfball die Tore für die Hanseaten. Lukas Görtler hatte die Gäste in der vierten Minute in Führung gebracht, ein zweites Mal war Ruben Jenssen (76.) für den FCK erfolgreich.

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich mit einem Sieg aus einer durchwachsenen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga verabschiedet - und ein besonderes Comeback gefeiert. Nach zuletzt drei Niederlagen gewannen die Franken am Sonntag das Heimspiel gegen den SV Sandhausen mit 3:1 (2:1). Vor 9710 Zuschauern erwischten die Fürther durch den Führungstreffer von Sebastian Freis (2. Minute) einen Blitzstart. Nach dem 2:0 durch Ante Vukusic (19.) kamen die Gäste durch Denis Linsmayer (42.) noch einmal auf 1:2 heran, aber Veton Berisha (66.) machte alles klar. Knapp zwei Jahre nach einem schweren Autounfall wirkte Ilir Azemi in der Schlussphase wieder mit.

Terodde darf sich feiern lassen

Mit einem Dreierpack hat sich Bochums Stürmer Simon Terodde zum Torschützenkönig der 2. Liga gekrönt und maßgeblich zum versöhnlichen Saisonabschluss des VfL beigetragen. Der 28-Jährige erzielte beim 4:2 (1:0) beim 1. FC Heidenheim seine Saisontore 23, 24 und 25. (1., 60., 68., Foulelfmeter) und stellte gleichzeitig einen Vereinsrekord auf.

2. Bundesliga Duisburg darf hoffen, FSV Frankfurt steigt ab

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Duisburg darf hoffen, FSV Frankfurt steigt ab

In der 2. Liga fällt die Entscheidung: Düsseldorf ist gerettet, Duisburg kann in die Relegation - Paderborn und Frankfurt müssen in die 3. Liga.

Trainer Markus Kauczinski hat sich unterdessen mit einem Unentschieden vom Karlsruher SC verabschiedet. Sein Team trennte sich 1:1 (0:0) von Arminia Bielefeld. Vor 18 660 Zuschauern im Wildparkstadion erzielte KSC-Verteidiger Ylli Sallahi per direktem Freistoß das erste Tor (60. Minute). Christopher Nöthe glich per Kopfball aus (81.). Der KSC beendete die Saison damit als Siebter, Aufsteiger Bielefeld schloss auf Platz zwölf der Tabelle ab. Vor dem Spiel wurden Kauczinski und einige Spieler verabschiedet. Kauczinski wechselt zum Bundesligisten FC Ingolstadt.