0:0 gegen Gladbach:Kölns Defensive hält

1. FC Köln, Borussia Moenchengladbach, Bundesliga

Kein Durchkommen: Gladbachs Max Kruse (li.) stemmt sich vergeblich gegen Kölns Kevin Voigt.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Torwart ist seit 630 Minuten ungeschlagen: Auch nach dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach wartet der 1. FC Köln auf den ersten Gegentreffer der Saison. Ansonsten bietet das rheinische Derby wenig Aufregendes - für Aufsehen im Vorfeld sorgt höchstens Kölns Maskottchen.

  • Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach sind nach dem 0:0 im rheinischen Derby in der neuen Saison noch ungeschlagen. Köln wartet sogar weiter auf den ersten Gegentreffer
  • Vor der Partie kommt es zu Zusammenstößen zwischen Fans und Festnahmen.

Köln und Gladbach noch immer ungeschlagen

Durch ein 0:0 im 128. rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach hat Aufsteiger 1. FC Köln auch am vierten Spieltag seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit gewahrt. Mit sechs Punkten belegt der vom aus London angereisten Lukas Podolski angefeuerte FC direkt hinter der Borussia Rang acht, hat aber immer noch keinen Gegentreffer kassiert.

Torhüter Timo Horn hat inklusive seiner Einsätze im DFB-Pokal und der U21 in dieser Saison seit 630 Minuten kein Gegentor hinnehmen müssen. Am Sonntag wartete er allerdings fast vergeblich auf eine Prüfung. Derweil wartet Köln nach dem dritten 0:0 im vierten Saisonspiel nun schon seit sechs Jahren auf einen Sieg gegen den Rivalen. Die Borussia ist ebenfalls noch ohne Pflichtspiel-Niederlage in dieser Spielzeit. "Wir haben nach vier Spielen sechs Punkte, das ist in Ordnung", bilanzierte Kölns Trainer Peter Stöger.

Polizeischutz für Maskottchen Hennes

Vor dem Spiel wurden mindestens 60 Personen in Gewahrsam genommen, eine wurde verletzt. Die Zahlen eines zweiten Zusammenstoßes zwischen beiden Fangruppen waren zunächst noch nicht bekannt, die Polizei wollte die Verantwortlichen nicht einem Fanlager zuordnen. "Es handelt sich hierbei um Gewalttäter, die den Fußball als Bühne für eine körperliche Auseinandersetzung suchen", sagte Pressesprecher Karsten Möllers.

Schon die ganze Woche über waren die beiden rund 60 Kilometer entfernten Städte in Aufruhr. Das Kölner Maskottchen, Geißbock Hennes VIII, bekam sogar Polizeischutz über Nacht. Statt der 50 000 verfügbaren Karten hätte der FC 120 000 Tickets absetzen können.

Nervöse Trainer an der Seitenlinie

Kölns Trainer Peter Stöger beorderte gegenüber dem 0:0 beim SC Paderborn Yuya Osako und Pawel Olkowski in die Startelf. Gladbachs Lucien Favre tauschte gegenüber dem 1:1 gegen den FC Villarreal in der Europa League dreimal. Raffael und André Hahn kehrten zurück in die Startelf, ebenso Julian Korb. Nach zwei vagen Gelegenheiten der Gäste durch Tony Jantschke (8.) und Max Kruse (11.) hatte Olkowski die bis zur Pause beste Chance des Spiels. Der Pole zauderte jedoch zu lange und übersah dann den besser postierten Tony Ujah, dessen Schuss ging ans Außennetz (17.).

Höhepunkte hatte die kampfbetonte Partie wenige zu bieten. Beide Trainer waren dennoch angespannt, kauerten fast während der gesamten 90 Minuten am Rande ihrer Trainerzone. Nach der Pause waren die Gäste zunächst aktiver und hätten auch in Führung gehen können: Nach Flanke von André Hahn köpfte Kruse den Ball um Zentimeter am langen Pfosten vorbei (48.). Auf der Gegenseite nutzte Ujah einen Querschläger von Sommer nicht (59.). "Es war ein sehr kontrolliertes Derby", umschrieb Gladbachs Sportdirektor Max Eberl die Vorstellung beider Mannschaften, er stellte fest: "Köln hat das sehr gut gemacht. Wir haben nicht die Lösungen gefunden."

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