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Handwerk - Erfurt:Linke will 10 000 Euro Meisterprämie: SPD fordert 15 000

Deutschland
Das Textlogo "Die Linke." steht auf rotem Grund während eines Landesparteitags. Foto: Peter Endig/zb/dpa/Archiv (Foto: dpa)

Erfurt (dpa/th) - Zwischen Linke und SPD gibt es Uneinigkeit über die Höhe einer möglichen Meister-Gründungsprämie. Die Thüringer Linke-Fraktion kann sich eine solche Förderung in Höhe von 10 000 Euro vorstellen. Dagegen will die SPD Gründungen und Unternehmensnachfolgen im Handwerk mit 15 000 Euro unterstützen. "Die Meistergründungsprämie soll einen substanziellen Beitrag für die Gründung oder Übernahme eines Unternehmens leisten", erklärte die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Diana Lehmann am Freitag.

Zuvor hatte Die Linke-Fraktion einen Zuschuss von 10 000 Euro gefordert. Eine solche Prämie könne im Wettbewerb mit anderen Bundesländern bestehen, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linke-Fraktion Andreas Schubert am Freitag.

Die Einführung einer Meister-Gründungsprämie für Handwerker haben Linke, SPD und Grüne in ihren Vertrag für eine geplante Minderheitsregierung geschrieben. Sie soll Meistern gezahlt werden, die nach bestandener Prüfung eine Firma gründen wollen. In anderen Bundesländern gibt es solche Zuschüsse bereits - etwa in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg.

"Wir werden die Landesregierung beauftragen, im Dialog mit den Handwerkskammern eine solche Meister-Gründungsprämie zu erarbeiten", erklärte Lehmann. Dafür sollten ihrer Meinung nach die Voraussetzungen im nächsten Landeshaushalt geschaffen werden, um "spätestens im Jahr 2021 mit der Auszahlung zu beginnen", erklärte Lehmann. Entscheidend sei, dass trotz der Einführung der Prämie, keine anderen "Instrumente der Gründungsförderung gekürzt werden müssen."

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