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Urlaubsangebote im Netz:Couchsurfing

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(Foto: SZ Grafik)

Wie funktioniert's?

Couchsurfing ist eine Gemeinschaft, wer sich auf der Seite anmeldet, sollte nicht nur Geld sparen wollen. Ein freundliches Profil, samt Foto und Steckbrief, erleichtert die Suche. Einige Dinge möchte man ja schon wissen, bevor man Fremde in seine Wohnung lässt. Daher: ruhig etwas über sich erzählen und nur die Leute nach einem Schlafplatz fragen, die man wirklich kennen lernen möchte. Wer Gastgeber findet, zahlt den unschlagbaren Preis von null Euro/Nacht. Bei sieben Millionen Mitgliedern in mehr als 100 000 Städten muss man nicht lange suchen, bis man ein Sofa, eine Isomatte oder ein Bett gefunden hat. Was es darüber hinaus gibt, hängt vom Gastgeber ab - manche nehmen sich sogar frei, um mit den Gästen die Heimat zu erkunden. Außerdem finden in größeren Städten Treffen statt, bei denen man Couchsurfer und Gastgeber kennen lernen kann. Eins wird allerdings erwartet: Wer umsonst übernachtet hat, sollte, wenn er wieder zu Hause ist, überlegen, ob er nicht auch ein Plätzchen frei hätte.

Was bringt mir das?

Neue Kontakte und einen direkten Zugang zu einem bislang fremden Ort. Wer in Peking in einem baufälligen Hochhaus übernachtet, sich mit mehreren Menschen eine Matratze teilt oder auf dem Boden einer Hütte am Mekong schläft, weiß danach mehr über ein Land als ein normaler Hotelgast. Und hat, im besten Fall, neue Freunde gewonnen. Das zumindest ist die Philosophie hinter dem inzwischen zehn Jahre alten Netzwerk.

Was kann schiefgehen?

Wer große Erwartungen an einen Schlafplatz hat, ist bei Couchsurfing eher nicht richtig. Obwohl es Menschen gibt, die luxuriöse Gästezimmer anbieten, geht es um einfaches, anspruchsloses Reisen. Gut möglich, dass das, was man vorfindet, noch ein bisschen anspruchsloser ist, als vermutet - oder, dass der Gastgeber auf allein reisende Frauen spezialisiert ist und nur einen Platz anbietet: den in seinem Bett. Auch den Grundsatz "Verlasse den Ort besser als du ihn angetroffen hast", beherzigen nicht alle Gäste. Für den Notfall empfiehlt es sich daher, Alternativen (→ Airbnb, Hotel) rauszusuchen - oder die Gäste zum nächsten Hostel zu schicken.

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