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Sydney und Canberra:Die ungleichen Schwestern

Der amerikanische Architekt Walter Burley Griffin wurde damit beauftragt, eine neue Stadt zu entwerfen, die Bauarbeiten begannen 1913, den Status als Hauptstadt bekam Canberra am 9. Mai 1927.Bis zum Zweiten Weltkrieg blieb Canberra eine ländlich geprägte Kleinstadt, Architekt Griffin hatte viele naturbelassene Flächen eingestreut. Als der US-General Douglas MacArthur während des Krieges die australischen Regierung besuchte, staunte er: Neben dem Parlament grasten Kühe.

In den Nachkriegsjahren wuchs die Stadt dann allerdings an. 1967 beschloss die National Capital Development Commission einen neuen Bebauungsplan, den "Y-Plan". Nun dominieren Einkaufs- und Gewerbezonen, die durch Schnellstraßen miteinander verbunden sind. Die Anordnung dieser Zentren ähnelt der Form des Buchstabens Y. Heute hat Canberra 333.000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten? Findet man hauptsächlich in den beiden ältesten Stadtteilen South Canberra und North Canberra sowie entlang des Lake Burley Griffin, der nach dem Architekten benannt ist. Östlich von City Centre, am Fuße des Mount Ainslie, befindet sich der sogenannte zeremonielle Bereich der Stadt.

Die ANZAC Parade ist eine breite, von mehreren Denkmälern gesäumte Prachtstraße. An dieser Straße stehen die St. John the Baptist Church, die älteste Kirche der Stadt, sowie das Australian War Memorial, das nationale Kriegerdenkmal.

Die Bevölkerung Canberras ist jung und gut ausgebildet. Das Durchschnittsalter beträgt 32 Jahre, nur 8,3 Prozent der Einwohner sind älter als 65 Jahre. Bei einer Erhebung im Jahr 2004 hatten 30 Prozent der 15- bis 64-jährigen einen Schulabschluss, der mindestens einem Bachelor entspricht, was weit höher ist als der Landesdurchschnitt von 19 Prozent. Die vielen jungen Menschen sind aber, so scheint es, vor allem zum Arbeiten in Canberra - es werden T-Shirts und Ansichtskarten verkauft, die das Nachtleben der Hauptstadt als kleines schwarzes Loch darstellen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie gegensätzlich dazu Sydney ist.

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