Steinzeitfunde in den AlpenAuf Ötzis Spuren

Er gilt als der berühmteste Tote der Alpen: Zwanzig Jahre ist es her, dass Wanderer zufällig die jahrtausendealte Mumie von Ötzi entdeckten. Auch heute machen Bergsteiger immer wieder spektakuläre Funde - die oft noch älter sind als der Mann aus dem Eis.

Er gilt als der berühmteste Tote der Alpen: Zwanzig Jahre ist es her, dass Wanderer zufällig die jahrtausendealte Mumie von Ötzi entdeckten. Auch heute machen Bergsteiger immer wieder spektakuläre Funde - die oft noch älter sind als der Mann aus dem Eis.

Auf den Tag genau 20 Jahre ist es her, dass Erika Simon und ihr Mann beim Abstieg aus den Ötztaler Alpen eine grausige Entdeckung machten: Im Eis lag die mumifizierte Leiche eines Menschen. Doch weder die österreichische noch die italienische Gendarmerie, in deren Grenzgebiet die Leiche entdeckt worden war, wollte sich zunächst so recht für den Toten interessieren.

Es brauchte eine lebende Bergsteiger-Legende, um die Geschichte ins Rollen zu bringen: Reinhold Messner hielt sich zufällig in der Gegend auf und erkannte die Bedeutung des Fundes - da konnten selbst die schwerfälligsten Beamten sich nicht mehr sperren. Schnell sorgte die mehr als 5000 Jahre alte Mumie als "Ötzi" und "Frozen Fritz" international für Aufsehen.

Bild: dpa 19. September 2011, 12:192011-09-19 12:19:27 © sueddeutsche.de/afis/dd/plin